Auswärtsschwache DJK Ammerthal beim SV Viktoria Aschaffenburg
Keine Kaffeefahrt geplant

Zu Hause klappts doch auch: In Ammerthal hat die DJK bereits 12 Punkte gesammelt. Jetzt soll's auch auswärts klappen. Das Bild zeigt ein Kopfballduell zwischen dem Feuchter Offensivspieler Stephan König (Mitte links) und dem Ammerthaler Neuzugang Mario Zitzmann (Mitte rechts), beobachtet von Johannes Kohl (Zweiter von links) und Patrick Stauber (rechts). Bild: Ziegler
Sport
Ammerthal
02.09.2016
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Die DJK Ammerthal will sich auswärts nicht wieder abziehen lassen. Bisher gab's in der Fremde noch keinen Punkt. In Aschaffenburg wäre es an der Zeit, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Denn die Heimfahrt wird sehr lange dauern.

Kann die DJK Ammerthal am heutigen Freitag, 2. September, beim SV Viktoria Aschaffenburg (18 Uhr) den Bock umstoßen und nach vier Auswärtspleiten am Stück endlich einmal was Zählbares mit nach Hause nehmen? Mit einer Punkteteilung würden nach dem rund 500-Kilometer-Trip von vorn herein wohl alle Beteiligten erstmal zufrieden sein.

Holm gibt sich kämpferisch


Und in Ammerthal ist man sich auch sicher, dass der Knoten auf des Gegners Platz irgendwann auch mal platzen wird. Warum nicht in Aschaffenburg? Deshalb zeigt sich DJK-Trainer Torsten Holm vor diesem schweren Auswärtsmatch an der Grenze zu Hessen trotz der bisher miserablen Auswärtsbilanz kämpferisch und durchaus zuversichtlich.

"Wir werden weiter alles versuchen, unsere Stärken mit denen wir auf heimischen Gelände unsere Punkte einfahren auch auswärts mal auf den Platz zu bringen", sagte Holm und fügte an: "Aschaffenburg ist eine Mannschaft die insgesamt viel Erfahrung mitbringt und bis zum Ende in der Liga auch oben mitspielen wird. Die Mannschaft ist zwar gegenüber dem letzten Jahr durch viele Wechsel etwas anders aufgestellt, doch sie probieren es über die spielerische Schiene und das könnte uns etwas entgegen kommen. Unser Ziel ist es jedenfalls, zumindest einen Punkt zu entführen. Um diesen Wunschgedanken umzusetzen, müssen wir als absolute Einheit auftreten und Fehler, wie wir sie in den letzten Auswärtsspielen fabriziert haben, versuchen zu vermeiden."

Drei Punkte fehlten dem traditionsreichen Fußballclub aus der Region am Bayerischen Untermain in der letzten Saison am Ende, um die Regionalliga Bayern zu halten. Die Elf von Trainer Jürgen Baier musste als Tabellenfünfzehnter in die Relegation und schaffte es weder gegen Bayern Hof (1:2/1:2) noch gegen 1860 Rosenheim (0:0/0:1) die Klasse zu halten. In der Bayernliga Nord soll nun ein Neuaufbau gestartet werden. Die Vereinsführung um Vorstand Holger Stenger hielt trotz des bitteren Abstiegs an Jürgen Baier fest: "Der Trainer hat absolute Fachkompetenz mit einem klaren Konzept, seine gradlinige Art mit Blick auf die eigene Jugend hatte uns überzeugt, den voraus liegenden Weg gemeinsam zu gehen."

Ex-Profi Baier (bis Dezember 2015 Trainer beim Bayernligisten SV Erlenbach) hatte den Abstieg auch ganz schnell verdaut und bläst gleich wieder zur Offensive: "Ich habe definitiv nicht vor, mit der Viktoria im Mittelfeld herumzudümpeln. Die Mannschaft, die wir zusammen gestellt haben, besteht aus erfahren Akteuren und vielen hungrigen Talenten, die noch lange nicht da sind, wo wir sie hinführen möchten. Ich bin mir deshalb sicher mit diesem Team in der Bayernliga Nord auch wieder oben angreifen zu können. Der Verein hat zudem ein großes Potenzial".

Im heimischen 9000 Zuschauer fassenden Stadion am Schönbusch hat die Baier-Truppe aber in der laufenden Runde durchaus seine Probleme. Erst ein 2:1-Heimsieg gegen Kickers Würzburg steht hier zu Buche, eine Bilanz die der aktuelle Tabellensiebte (14 Punkte) natürlich aufpolieren will. Auf die DJK Ammerthal wartet deshalb ein ganz schweres Unterfangen. Doch mit der nötigen Einstellung und Teamgeist muss eben auch auswärts mal ein Zeichen gesetzt werden. In der Mannschaft steckt definitiv Qualität, dass steht außer Frage. Es ist daher nicht zuletzt aufgrund der Psyche an der Zeit, auch in der Fremde mal ein Erfolgserlebnis einzufahren.

Physio macht Spieler fit


s Physiotherapeut Klaus Kaufmann hatte zwar in der abgelaufenen Woche nach kleineren Blessuren alle Hände voll zu tun, aber durch seinen vorbildlichen Einsatz kann Torsten Trainer Holm aller Voraussicht nach erstmals auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Der Bus, zu dem noch Fans zusteigen können, fährt um 13 Uhr vom Sportheim ab.

Ich habe definitiv nicht vor, mit der Viktoria im Mittelfeld herumzudümpeln. Ich bin mir sicher mit diesem Team in der Bayernliga Nord wieder oben angreifen zu können.Jürgen Baier, Trainer SV Viktoria Aschaffenburg
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