DJK Ammerthal besiegt SV Alemannia Haibach
Heldentat in letzter Minute

Für beide Mannschaften ging's um viel, entsprechend hart umkämpft war die Partie der DJK Ammerthal gegen den SV Alemannia Haibach. Hier rasiert der Haibacher Ausgleichstorschütze Ephraim Uworuya (links) den Ammerthaler Linksverteidiger Benjamin Burger (rechts) nahe der Seitenlinie. Bild: Ziegler
Sport
Ammerthal
15.08.2016
54
0

Die DJK Ammerthal findet nach zwei deftigen Pleiten gegen den SV Alemannia Haibach wieder in die Erfolgsspur. Die Heimelf kann sich dabei auf zwei Spieler verlassen: Torjäger Michael Jonczy und Torwart Marcel Schumacher.

Einen ungemein wichtigen 2:1-Heimsieg feierte die DJK Ammerthal am Samstagnachmittag gegen den SV Alemannia Haibach. Aufgrund der Negativergebnisse aus der letzten Woche lastete auf der Mannschaft von Trainer Torsten Holm ein gewaltiger Druck, was man dem Team um Kapitän Johannes Kohl zu Beginn der hart umkämpften Partie auch anmerkte. Wichtig war vor allem, dass die ausgegebene Taktik von Holm fruchtete.

"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, die nach der zuletzt harten Kritik die richtige Reaktion zeigte. Wir wollten dem Gegner zunächst durch unserer 4-3-3-System den Ball überlassen und auf Konter spielen, was sich in der ersten Hälfte schon auszahlte", sagte Holm. Herausragend war die Leistung von Maximilian Zischler, der auf der Sechser-Position eine überragende Leistung ablieferte und von Holm ("Sein Zweikampfverhalten und Laufpensum war herausragend") auch ein Sonderlob erhielt.

Michael Jonczy hätte nach einem Pass von Tobias Laurer bereits nach exakt 18 Sekunden die Führung erzielen können, doch SV-Schlussmann Simon Stadtmüller klärte. Glück hatte Ammerthal, als nach einem Fehler von Laurer im Zentrum SV-Torjäger Christian Breunig knapp verfehlte (15.). Im direkten Gegenzug war es Dominik Haller, der die Führung auf dem Schlappen hatte, aber auch an Stadtmüller scheiterte. Im weiteren Verlauf wirkten die Gäste agiler und vor allem durch ihr beherztes Zweikampfverhalten auch optisch überlegen. Kapital konnten sie daraus aber nicht schlagen.

Im Gegenteil: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld ging es blitzschnell, als Dominik Mandula auf Michael Jonczy durchsteckte und der eiskalt zur Führung vollstreckte (30.). Die Unterfranken reagierten unbeeindruckt und drängten auf den Ausgleich, der kurz vor der Pause Ephraim Uworuya nach Einwurf der Ammerthaler gelang. Nach dem Seitenwechsel sah man zunächst das gleiche Bild: Die Gäste mit mehr Ballbesitz, während die Platzherren auf Fehler der Haibacher lauerten, was fast auch die Führung eingebracht hätte. Dominik Haller bediente Michael Jonczy, der wurde im letzten Moment aber abgeblockt (49.).

Die Gäste mussten dem hohen läuferischen Aufwand der ersten Halbzeit Tribut zollen, die Präsenz aus der ersten Hälfte war nicht mehr zu erkennen. Wenn Gefahr drohte, dann aus Distanzschüssen. In der 63. Minute vergab Tom Abadjiew eine große Chance zur Ammerthaler Führung, die mittlerweile aufgrund des kämpferischen Einsatzes auch verdient gewesen wäre. Tomas Petracek scheiterte mit einer herrlichen Direktabnahme (71.), doch nur drei Minuten später war es einmal mehr Michael Jonczy, der nach toller Vorarbeit von Mandula zum 2:1 einlochte. Die Gäste probierten es nun mit der Brechstange, doch die Heimelf ließ bis zur 92. Minute nichts mehr zu. Hier vollbrachte Torwart Schumacher gegen Uworuya eine wahre Heldentat und vereitelte den möglichen Ausgleich.

Gästecoach Klaus Hildenbeutel war nach der Niederlage bedient: "Wir haben über weite Strecken das Spiel wieder im Griff gehabt und daraus kein Kapital schlagen können, was mich auch sprachlos macht. Ich muss mir nach dieser neuerlichen Pleite auch Gedanken über meine Person machen. Mir war da von meiner Mannschaft viel zu wenig Leben im Spiel, so kann es definitiv nicht weiter gehen. Wir hatten viel Ballbesitz, aber es ist nichts dabei raus gekommen. Wir haben verdient verloren hier in Ammerthal."

Ich muss mir nach dieser Pleite auch Gedanken über meine Person machen. Mir war da von meiner Mannschaft viel zu wenig Leben im Spiel, so kann es nicht weiter gehen.Klaus Hildenbeutel, Trainer SV Alemannia Haibach
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.