DJK Ammerthal gegen FC Amberg
"Es geht ganz anders zur Sache"

1500 Zuschauer kamen vor knapp zwei Jahren zum Nachbarderby in der Bayernliga Nord zwischen der DJK Ammerthal und dem FC Amberg. Die Gäste gewannen damals deutlich mit 5:1 - heute, so scheint es, liegt die Favoritenrolle eher bei der DJK. Bild: Ziegler
Sport
Ammerthal
13.07.2016
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"Aufgrund der späten Kaderzusammenstellung werden wir noch ein paar Spieltage brauchen, um richtig ins Rollen zu kommen." Zitat: Günter Brandl, Trainer FC Amberg

Vor dem Fußball-Derby in Ammerthal ist zunächst die offizielle Auftakt-Zeremonie der Bayernliga Nord angesagt: Spielleiter Thomas Unger wird am Donnerstag ab 18 Uhr alle Vereinsvertreter auf dem Platz begrüßen und vorstellen. Präsentiert werden deren Trikots von den F- und E-Junioren der DJK Ammerthal. Dann wird's richtig spannend.

Ammerthal/Amberg. (rba/lst) Das offizielle Eröffnungsspiel in der Bayernliga Nord steigt ab 18.30 Uhr auf dem neu gestalteten Sportgelände der DJK Ammerthal, zu Gast ist dabei der Lokalrivale FC Amberg. Für den Ammerthaler Verein und dessen Verantwortlichen ist es eine Ehre von Bayernliga-Spielleiter Thomas Unger den Zuschlag erhalten zu haben. Angepfiffen wird die Partie unter der Leitung von Regionalligaschiedsrichter Steffen Brütting.

Dass es hier gleich zum Derby gegen den alten Rivalen FC Amberg kommt, ist natürlich ein zusätzlicher Kracher. Ein schnelles Aufeinandertreffen mit dem noch vor gut einem Jahr wohl kaum einer gerechnet hätte, die Wege schienen sich längerfristig zu trennen. Aber aufgrund einer indiskutablen Rückrunde folgte der Super-Gau für den FC Amberg, die Mannschaft landete hart auf dem vorletzten Platz, der Abstieg war besiegelt. Dass die DJK Ammerthal ihrerseits nach dem Abstieg mit einem relativ kleinen Kader gleich wieder den Aufstieg realisieren konnte, war ebenso nicht unbedingt zu erwarten, es war letztendlich ein Erfolg des Kollektivs.

Keine Friedenspfeife


Nachweislich zählt diese brisante Paarung im Amateurbereich schon seit Jahren zu den zuschauerträchtigsten Partien im Freistaat. Entsprechend groß ist auch die Vorfreude in beiden Lagern. "Ein guter Tag für Freundschaften", war auf den Werbeplakaten der DJK zu lesen. Man kennt und schätzt sich, für die anstehenden 90 Minuten bleibt die Friedenspfeife aber wohl eher kalt.

DJK-Trainer Torsten Holm hat die neu formierte Mannschaft um Neutrainer Günter Brandl bereits beobachtet und war beeindruckt: "Amberg hat gegen den Regionalligisten Greuther Fürth II beim 1:1 einen sehr guten Eindruck hinterlassen und wird definitiv ein richtig schwerer Brocken für uns. Das Team ist auf jeder Position gut besetzt, tritt diszipliniert und kompakt auf, eine schwere Aufgabe und echte Herausforderung für uns."

Spion mit Kamera

Im Gegenzug ließen die Amberger Verantwortlichen um Neu-Trainer Günter Brandl die DJK beim Pokalspiel beim ASV Cham filmen. Ebenso beeindruckt zeigten sich dabei die FCA-Funktionäre, wohlwissend, dass die DJK schon aufgrund der personellen Neuverpflichtungen genügend Qualität hat, um weitaus mehr als nur um den Klassenerhalt mitzuspielen.

Auch wenn die Saisonvorbereitung für die DJK überaus positiv verlaufen ist, warnt Holm seine Mannschaft davor, die Testspiele und Ergebnisse nicht überzubewerten: "Wir sind normal schon gut gerüstet, aber es handelt sich hier in der Region auch um ein heißes Derby und wenn es dazu noch um Punkte geht, sind die Ansprüche mit nichts zu vergleichen. Hier geht es ganz anders zur Sache als in den Tests."

Genauso sieht es Ambergs Coach Brandl, dessen Truppe bis auf das Remis gegen die SpVgg Greuther Fürth II keine Niederlage in der Vorbereitung hinnehmen musste: "Die Ergebnisse der Testspiele sind Makulatur. Aufgrund der späten Kaderzusammenstellung werden wir noch ein paar Spieltage brauchen, um richtig ins Rollen zu kommen. Aber die Leistung gegen Fürth war hervorragend, darauf müssen wir aufbauen." Die bisherige Statistik spricht in den zurückliegenden meist kurzweiligen Duellen auch klar für den FC Amberg. Mit welcher Startformation Holm das Spiel angehen wird, bleibt zunächst abzuwarten.

Vier Fragezeichen

Fakt ist, dass sich alle DJK-Neuzugänge sehr gut integriert und neben den altbewährten Stamm bereits tragende Rollen übernommen haben. Ob der Trainer auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann wird sich nach dem Abschlusstraining erst entscheiden. Fragezeichen stehen hinter Lukas Papadopoulos, Florian Danner, Florian Holfelder und auch hinter dem Topscorer der letzten Saison, Dominik Haller. Sie alle sind wegen Knöchelverletzung in den zurückliegenden Wochen bereits ausgefallen.

Drei Fragerzeichen

Beim FC Amberg hingegen wird auch bis zuletzt um den Einsatz dreier Akteure gezittert, die gegen Fürth noch geschont wurden. Fragezeichen stehen hinter Michael Busch (Sprunggelenksverletzung), der Neuzugang von der SpVgg SV Weiden stieg erst Anfang dieser Woche wieder ins Training ein. Offen ist auch, ob Konstantin Keilholz (Fußprellung) und Sebastian Schulik (Bauchmuskelprobleme) eingesetzt werden können. Ansonsten kann Brandl personell aus dem Vollen schöpfen.

Um die Kapazität der DJK-Arena etwas zu erweitern, werden zu diesem Derby eigens Zusatztribünen aufgestellt, die Parkplätze werden von der FFW Ammerthal zugewiesen.

Aufgrund der späten Kaderzusammenstellung werden wir noch ein paar Spieltage brauchen, um richtig ins Rollen zu kommen.Günter Brandl, Trainer FC Amberg


Das wird definitiv ein richtig schwerer Brocken für uns.Torsten Holm, Trainer DJK Ammerthal
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