Fußball Bayernliga Nord
Ammerthal will Alptraum-Start verhindern

Voller Einsatz als Verteidiger: Torjäger Michael Jonczy (vorne) räumt hier vor Daniel Gömmel vom FC Amberg ab. Im ersten Spiel kassierte Ammerthal eine bittere Niederlage durch ein Tor in der 93. Minute, in Weiden hätte die DJK eigentlich gewinnen müssen - verlor aber auch. Jetzt steht Spiel Nummer drei an, und Ammerthal unter Druck. Bei einer weiteren Schlappe wäre der Alptraum-Start perfekt. Bild: ref
Sport
Ammerthal
23.07.2016
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steht bereits am 3. Spieltag im Heimspiel gegen die DJK Don Bosco Bamberg unter Druck. Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt soll unbedingt der erste Sieg her. Das wird nicht leicht, denn die Gäste haben in der Pause personell kräftig aufgerüstet.

Mit einem Sieg auf heimischen Terrain am Sonntag, 24. Juli, (15 Uhr) gegen die DJK Don Bosco Bamberg hat das Team von Trainer Torsten Holm die Möglichkeit einen kompletten Fehlstart in der Bayernliga Nord noch einigermaßen zu verhindern. Zwei überaus unglückliche Derby-Niederlagen gegen den FC Amberg (0:1) und die SpVgg SV Weiden (0:2) schmerzen und wären im Prinzip auch zu vermeiden gewesen.

Kein Lamentieren


"Die Pleite in Weiden nehme ich auf meine Kappe, es tut mir leid für die Mannschaft, weil wir über weite Strecken das bessere Team waren und toll gekämpft haben", sagte Ammerthals Stürmer Tomas Petracek nachdem er fast im Alleingang die Möglichkeit hatte, Weiden mit seinen fünf hundertprozentigen Torchancen aus dem eigenen Stadion zu schießen. Doch Lamentieren hilft nichts. Fakt ist: Die DJK Ammerthal hat vor dem dritten Spieltag null Punkte auf dem Konto. Klar, dass jetzt der Druck schon früh in der Saison wächst.

"Quäntchen Glück fehlte"


"Wir haben gegen Weiden in fußballerischer Hinsicht trotz dieses negativen Ergebnisses einen Schritt nach vorne gemacht, nur das Ergebnis stimmte nicht. Gegen Bamberg müssen wir jetzt erneut alles in die Waagschale werfen und müssen mit aller Macht drei Punkte erzwingen", sagte Torsten Holm und fügte an: "Uns fehlte zuletzt in manchen Situationen aber auch das Quäntchen Glück. Drei Punkte und wir wären wieder in der Spur. Dass dies gegen eine robust auftretende Bamberger Mannschaft ein überaus hartes Stück Arbeit wird, steht außer Frage. Ich erwarte ein ganz enges Spiel". Don Bosco Bamberg erwischte einen guten Start mit einem 0:0-Unentschieden beim FC Kickers Würzburg II und zuletzt einem 3:2-Sieg gegen den hoch eingeschätzten TSV Aubstadt. Die Gäste können in Ammerthal somit völlig befreit aufspielen. Dass mit der Elf von Trainer Gerd Schimmer (46) in dieser Saison durchaus zu rechnen ist, zeigt der personelle Zuwachs, der bei den Oberfranken vor der neuen Saison vorgenommen wurde. Zehn Neuzugänge, darunter sechs vom ehemaligen Regionalligisten Eintracht Bamberg, wurden verpflichtet, um den Verein weiter nach vorne zu bringen.

Bamberg in guter Form


Dass die Leistungsstärke bei den Bambergern passt, deutete sich laut Trainer Schimmer schon in der Vorbereitungsphase an: "Ich will unsere Testspiele ja nicht überbewerten, aber ich war hier mit dem Engagement aller Spieler grundsätzlich hoch zufrieden und wir konnten die gezeigten Leistungen jetzt auch schon in der neuen Saison bestätigen." Schimmer hat den Verein in der knapp 74 000-Einwohnerstadt im Juni 2013 übernommen und ist seitdem Trainer.

Es wartet also erneut eine harte Nuss auf die DJK Ammerthal, die unbedingt einen Dreier einfahren muss, um nicht noch mehr unter Zugzwang zu geraten. In Weiden musste Holm ("Wir haben englische Wochen, da riskieren wir nichts") verletzungsbedingt einige Veränderungen vornehmen und verzichtete daher auf den Einsatz des leicht angeschlagenen Patrick Stauber (Oberschenkelprobleme) und auf Tobias Laurer, der wegen einer Knöchelverletzung nicht eingesetzt werden konnte. Beide dürften gegen Bamberg aber wieder mit dabei sein, wie auch Dominik Haller. Bei ihm reichte es nach seiner Bänderverletzung im Knöchel beim letzten Spiel zumindest schon wieder zu einem Kurzeinsatz.

DJK Ammerthal: Schumacher (1), Beck (23); Stauber (20), Zitzmann (24), Zischler (5), Kohl (4) Müller (19), Burger (15) Fürsattel (14), Mandula (11) Lieder (10), Abadjiew (22), Jonczy (9), Laurer (21), Petracek (16), Haller (8), Papadopoulos (18), Danner (6), Holfelder (17).

Wir haben gegen Weiden in fußballerischer Hinsicht trotz dieses negativen Ergebnisses einen Schritt nach vorne gemacht, nur das Ergebnis stimmte nicht.Torsten Holm, Trainer der DJK Ammerthal
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