Fußball Bayernliga Nord
Dämpfer für Ammerthal - Massive Kritik am Schiri

Bester Mann der DJK Ammerthal: Torwart Marcel Schumacher. Bild: ref
Sport
Ammerthal
01.08.2016
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Sand/Ammerthal. Eine überaus bittere und durchaus vermeidbare 0:3-Schlappe kassierte die DJK Ammerthal in der Bayernliga Nord bei ihrem Gastspiel gegen den 1. FC Sand. Was im Seestadion am Untermain über die gesamten 90 Minuten abgelaufen ist, kann man kaum erklären und sucht im wahrsten Sinne des Wortes seines Gleichen.

Unbekannte Abseitsregel


Überhaupt nicht zufrieden zeigten sich die Ammerthaler mit den reihenweise höchst fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes, die vor allem mit der Abseitsregelung völlig auf Kriegsfuß standen und somit zweifelsfrei maßgeblichen Anteil am Ausgang des Spiels hatten, was DJK-Trainer Torsten Holm auch die Zornesröte ins Gesicht trieb: "Normal sage ich nichts zu den Leistungen der Schiris, aber so viele aus meiner Sicht krasse Fehlentscheidungen gegen uns kann ich einfach nicht akzeptieren, es war schlichtweg bodenlos und haarsträubend."

Dass sich die DJK aber auch an die eigene Nase fassen muss, lag vor allem an der zu wenig konsequenten Spielweise im Spiel nach vorne in Halbzeit eins. Trotz deutlich mehr Ballbesitz fehlten die kreativen Ideen im Mittelfeld, um den Gegner in der Defensive vor ernste Probleme zu stellen. Diese verteidigten mit Mann und Maus ihr Tor und einem Zweikampfverhalten, das in manchen Szenen auch am Rande der Legalität war. Wie ein Brutalofoul von Manuel Müller, im Stile von "Karate-Kid", der den durchgebrochen Tobias Laurer (15.) derart von hinten in die Beine trat, dass es nur eine Entscheidung hätte geben dürfen, nämlich Rot. Doch der "Unparteiische" zückte nur Gelb - eine Lachnummer.

Was man der DJK aber wieder mal ankreiden muss, war die überaus schwache Chancenverwertung. In der 23. Minute scheiterte Tom Abadjiew mit einer Großchance an Torwart Simon Mai. Bei der anschließenden Ecke war Abadjiew erneut mit dem Kopf zur Stelle, doch Kevin Steinmann klärte auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torwart. Das nächste Riesenbrett vergab Michael Jonczy (28.) nach klasse Vorarbeit von Tobias Lauerer, das musste eigentlich das 0:1 sein. Von den Gastgebern war bis auf einige wenige Entlastungsangriffe im ersten Abschnitt wenig zu sehen.

Hektisch in Hälfte zwei


Richtig hektisch wurde es dann im überaus turbulenten zweiten Durchgang. In der 50. Minute war erneut Laurer wieder einmal nur noch durch ein Foul zu stoppen, doch anstatt auf Notbremse zu entscheiden, gab es zur Verblüffung aller Zuschauer Freistoß für Sand. "Diese Anhäufung an nicht nachvollziehbaren Entscheidungen haben uns völlig aus dem Konzept gebracht", sagte Holm. Sand kam besser ins Spiel und nutze die Verunsicherung gnadenlos aus. Nutznießer war Tevin Mc Cullough, der im Nachschuss erfolgreich war, nachdem Schumacher zuvor noch klärte. Nach diesem Dämpfer stand die DJK völlig neben der Kappe und kassierte durch Thorsten Schlereth noch das 2:0, nachdem dieser zuvor noch den Innenpfosten traf (62.).

Auf eine Karte


Holm setzte alles auf eine Karte, verstärkte nun das Offensivspiel noch mehr. Die Gastgeber mussten sich wütenden Angriffen erwehren, taten dies mit immensen Einsatz und enormen Teamgeist. Gegen eine teilweise völlig entblößte DJK Hintermannschaft boten sich dabei den Unterfranken zahlreiche Konterchancen, die zum Teil aber kläglich vergeben wurden oder es war bei Marcel Schumacher Endstation. Belohnt wurde das permanente Anrennen der DJK trotz guter Einschussmöglichkeiten nicht mehr. Stattdessen gelang Simon Bube bei einem Konter mit der letzten Aktion das 3:0.

"Wir müssen jetzt nach dieser denkwürdigen Partie die Köpfe oben lassen und uns am Mittwoch auf Großbardorf konzentrieren", sagte Holm.

Diese Anhäufung an nicht nachvollziehbaren Entscheidungen haben uns völlig aus dem Konzept gebracht.Torsten Holm, Trainer DJK Ammerthal, über das Schiedsrichergespann
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