Fußball Bayernliga Nord
Dreier trotz „wackliger Füße“

Ammerthals Keeper Marcel Schumacher (unten) bot eine klasse Leistung, sicherte hier sich den Ball vor Daniel Schäffer (vorne), mit Patrick Stauber. Bild: brü
Sport
Ammerthal
25.07.2016
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Einen überaus hart erkämpften und am Ende auch glücklichen 2:1-Arbeitssieg landet die DJK Ammerthal gegen eine ungemein selbstbewusst auftretende DJK Don Bosco Bamberg. Der bis dahin ungeschlagene Gegner hinterlässt in allen Belangen einen bärenstarken Eindruck.

Bamberg hätte gemessen an den Torchancen durchaus einen Punkt mit nach Hause nehmen können. So sah es auch ein hadernder Gästetrainer Gerd Schimmer: "Für uns war es ein enttäuschendes Ergebnis, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit das klar bessere Team auf dem Platz waren. Zudem hatten wir auch das Pech, dass uns der Schiedsrichter aus meiner Sicht zum Schluss einen klaren Foulelfmeter nicht gegeben hat."

Dass die Ammerthaler nicht schon früh in Rückstand gerieten, lag an den tollen Reflexen von Keeper Marcel Schumacher, der gegen Daniel Schäffler bereits in der 3. Minute prächtig reagierte. Die nächste Hochkarätige versemmelte Marco Schmitt (5.). Ammerthal fand weiterhin nicht in Spiel und musste zusehen, wie Maximilian Hoffmann (13.) die dritte Gelegenheit ungenutzt ließ. Der meist beschäftigste Mann war Schumacher, der den Durchblick behielt und sich nicht bezwingen ließ. Bamberg mit einem deutlich besseren Zweikampfverhalten war bei jeder Aktion hellwach, so dass sich die Platzherren weiter schwer taten, Ordnung ins Spiel zu bringen.

Auf dem Kopf


In der 26. Minute stand die Partie auf dem Kopf, als Ammerthal mit der ersten gefährlichen Aktion nach einem Freistoß von Friedrich Lieder durch Dominik Mandula mit 1:0 die Führung glückte. Der Jubel war noch gar nicht richtig verklungen, da legte die Elf von Torsten Holm nach. Johannes Kohl beförderte eine Ecke von Lieder unhaltbar zum 2:0 in die Maschen. Fast wäre den Platzherren noch der dritte Treffer gelungen, doch Gästeschlussmann Christopher Trunk war zur Stelle (38.) und praktisch mit dem Halbzeitpfiff was es Tomas Petracek, der nach einer feinen Einzelleistung nicht ins Tor traf.

Dominik Mandula musste verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, für ihn kam Florian Danner. Wie schon zu Beginn, waren es erneut die Gäste, die das Heft in die Hand nahmen und auf den Anschluss drängten. Der gelang dem eingewechselten Martin Körner nach einem herrlich Angriff über die linke Seite (55.). Fritz Lieder hatte die Möglichkeit nach 61 Minuten den alten Abstand wieder herzustellen, doch Trunk rettete reaktionsschnell.

Bamberg rannte an und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich, der mehrmals auch im Bereich des Möglichen lag. Makrigiannis zwang Schumacher mit einem Distanzschuss in der 79. Minute erneut zu einer Glanztat. Die Riesenchance zum 3:1 hatte Tom Abadjiew, doch auch er scheiterte am glänzend reagierenden Trunk (82.). In den Schlussminuten brannte es mehrmals lichterloh im Strafraum der Einheimischen, doch die Gäste konnten aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen.

Elfmeter gefordert


In der 86. Minute forderte Bamberg vehement Foulelfmeter, der Unparteiische sah es aber anders und ließ weiterlaufen, woraus sich eine Konterchance ergab, die Dominik Haller auf Zuspiel von Jonczy an den Querbalken donnerte. Nochmals Glück für die Holm-Truppe, als Nicolas Esparza in der Nachspielzeit mit einem Distanzschuss nur den Querbalken traf - der erste Sieg für Ammerthal war somit unter Dach und Fach.

"Nicht gut verteidigt"


DJK-Trainer Holm sah den ersten Sieg auch als glücklich an: "Es war nicht das Gelbe vom Ei, wir konnten zu keinem Zeitpunkt an die Leistungen von Weiden anknüpfen, der Gegner war uns in vielen Belangen überlegen. Aber für uns waren die drei Punkte am Ende ungemein wichtig. Der Druck war nach den zwei Auftaktniederlagen enorm groß, die Mannschaft hat das Glück auch erzwungen. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht sonderlich gut verteidigt und haben nach dem Anschlusstreffer wacklige Füße bekommen."

Es war nicht das Gelbe vom Ei, ... aber die Mannschaft hat das Glück auch erzwungen.Torsten Holm, Trainer DJK Ammerthal
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