Fußball Bayernliga Nord
Endlich mal kein Gegentor

Voll auf die Nase: Nicht zimperlich im Zweikampf ist hier der Ammerthaler Linksverteidiger Benjamin Burger (rechts) gegen den Feuchter Offensivspieler Stephan König (links). Bild: Ziegler
Sport
Ammerthal
29.08.2016
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Was nach einer mäßigen Bayernligapartie zählt, ist der Dreier für die DJK Ammerthal. Ansonsten liefert die Elf von Torsten Holm einen überaus biederen Auftritt ab, gegen einen Gegner, der durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte.

Denn der 1. SC Feucht, der immerhin mit sechs ehemaligen Regionalligaspieler angetreten war, zeigte sich über weite Strecken als das agilere Team, hatte deutlich mehr Ballbesitz. Kapital aus ihrer optischen Überlegenheit konnte die Mannschaft von Trainer Klaus Mösle aber nicht schlagen.

"Wir haben hier aus meiner Sicht unverdient verloren, weil wir eigentlich gut gespielt und bei dem Gegentor nur einmal nicht aufgepasst haben. Die DJK hatte ansonsten kaum Ideen, uns in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. Ich kann daher meinen Jungs keinen Vorwurf machen, es ist aber auch keine Schande hier zu verlieren. Die Frage stellt sich halt immer nach dem Wie."

Schumacher Bester


Die Mittelfranken ergriffen vom Anstoß weg die Initiative, was nach einer schönen Einzellaktion durch den polnischen Ex-Profi Michal Nowak in der 11. Minute auch fast zum Erfolg geführt hätte, doch DJK Schlussmann Marcel Schumacher - wieder mal Bester seines Teams - parierte den Schuss. Von Ammerthal kam weiterhin deutlich zu wenig, um den Gegner vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Feucht bestimmt


Um so überraschender dann die 1:0-Führung für die Platzherren. Benjamin Burger steckte nach einer Balleroberung blitzschnell auf Tobias Laurer (15.) durch, der in seiner typischen Art nicht mehr zu stoppen war und Gästeschlussmann Andreas Sponsel überwand. Wer nun glaubte, der Treffer gäbe Auftrieb sah sich getäuscht. Feucht blieb bei tropischen Temperaturen die tonangebende Mannschaft. Wieder war es Schumacher, der mit einer Glanztat eine gute Gelegenheit durch Stephan König in der 17. Minute zunichte machte. Danach verflachte die Partie immer mehr, es war nun wenig Bewegung im Spiel, es fehlten die zwingen Aktionen auf beiden Seiten.

Lincke vorbei


Die größte Ausgleichschance bot sich dem Ex-Ammerthaler Frank Lincke, nachdem die DJK den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, doch der Ball trudelte haarscharf am langen Pfosten vorbei.

Wenig Spielkultur war auch im zweiten Abschnitt zu erkennen. Es haperte an einem konstruktiven und geordneten Spielaufbau, viele Bälle wurden oft nur planlos nach vorne geschlagen. Das Geschehen spielte sich dann ab Mitte der zweiten Halbzeit überwiegend in der Ammerthaler Hälfte ab. Kapital konnten die Gäste aus ihrer Überlegenheit dennoch nicht schlagen.

Ab der Grenze fehlten der Mösle-Truppe dann doch die kreativen und entscheidenden Ideen, um das Ammerthaler Bollwerk zu überlisten. Wenn doch mal eine Lücke zu finden war, dann war bei Schumacher Endstation. So wie bei einem Kopfball von Boynügrioglu (76.) und einem von Heckenberger abgefeuerten Schuss, der von Dominik Haller noch abgefälscht wurde und fast den Weg ins Tor fand (78.). Feucht rannte in der Schlussphase weiter an, doch der Ausgleich wollte ihnen nicht mehr gelingen. Stattdessen hätte die DJK bei zwei Kontern durch Tom Abadjiew (87.) und Tomas Petracek (89.) noch nachlegen können, doch beide vergaben zwei erstklassige Einschussmöglichkeiten.

Glücklicher Dreier


Am Ende jubelten die Ammerthaler über drei glückliche Punkte, was von Torsten Holm auch positiv beurteilt wurde. "Ich bin erst mal froh das wir gewonnen haben und dabei auch noch zu Null gespielt haben, das ist auch mal gut für die Mannschaft. Der Gegner hatte viel Ballbesitz, was auch unsere Marschroute war. Leider haben wir einige unserer Konter nicht konsequent ausgespielt. In der zweiten Halbzeit waren wir einfach zu passiv, da hat uns auch etwas die Kraft gefehlt."

Wir haben hier aus meiner Sicht unverdient verloren, weil wir eigentlich gut gespielt und bei dem Gegentor nur einmal nicht aufgepasst haben.Klaus Mösle, Trainer SC Feucht

Bayernliga Nord

DJK Ammerthal - 1. SC Feucht 1:0 (1:0)

DJK Ammerthal: Schumacher - Stauber, Kohl, Zitzmann, Burger - Zischler, Mandula (65. Abadjiew), Lieder, Haller - Laurer (80. Fürsattel), Jonczy (75. Petracek).

1.FC Feucht: Sponsel - Eckert, Lincke, Pex, Brandl (46.Ammon) - König (88. Ivic), Ortiz, Heckenberger, Bajrami - Kunz (65. Boynügroglu), Nowak.

Tor: 1:0 (15.) Tobias Laurer - Gelb-Rot: (89.) Marcel Fürsattel (Ammerthal), Foul/Unsportlichkeit) - Zuschauer: 225 - SR: Andreas Kasenow (Wettstetten).

SpVgg SV Weiden - TSV Großbardorf 1:0 (1:0)

SpVgg SV Weiden: Forster, Paulus, Reich, Wildenauer (90. Lang), Scherm, Wendl, Riester, Devrilen (73. Kießling), Hegenbart (90.+4 Roith), Rodler, Schneider.

Tor: 1:0 (45.) Johannes Scherm - SR: Steffen Brütting (Nürnberg) - Zuschauer: 250

Würzburger FV - SV Alemannia Haibach 3:0 (2:0) Tore: 1:0 (12.) Wojtek Droszcz, 2:0 (33.) Tim Lorenz, 3:0 (58.) Wojtek Droszcz - SR: Constantin Scharf (Pressath) - Zuschauer: 345.

VfL Frohnlach - VfB Eichstätt 0:6 (0:2) Tore: 0:1 (28.) Fabian Eberle, 0:2 (37.) Yomi Scintu, 0:3 (46.) Florian Grau, 0:4 (55.) Lucas Schraufstetter, 0:5 (65.) Lucas Schraufstetter, 0:6 (83.) Philipp Federl - SR: Torsten Wenzlik (Velden) - Zuschauer: 105.

FC Würzburger Kickers II - SpVgg Ansbach 2:1 (1:0) Tore: 1:0 (19.) Can Sakar, 2:0 (50.) Sebastian Fries, 2:1 (66.) Sebastian Stolz - SR: Stefan Klerner (Lichtenfels) - Zuschauer: 150.

SV Erlenbach - SC Eltersdorf 0:1 (0:0) Tor: 0:1 (58.) Manuel Stark - SR: Jonas Weickenmeier (Lämmerspiel) - Zuschauer: 200 - Gelb-Rot: (79.) Konstantin Tschumak (SV Erlenbach) Foulspiel und Reklamieren) - Besondere Vorkommnisse: (77.) Tobias Herzner (SC Eltersdorf) schießt Foulelfmeter am Tor vorbei.

TSV Aubstadt - Viktoria Aschaffenburg 4:2 (1:1) Tore: 0:1 (16.) Björn Schnitzer, 1:1 (20.) Max Schebak, 2:1 (53.) Max Schebak, 2:2 (65./Foulelfmeter) Simon Schmidt, 3:2 (72./Foulelfmeter) Christoph Rützel, 4:2 (90.+1) Martin Thomann - SR: Johannes Hamper (Katschenreuth) - Zuschauer: 230.
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