Fußball Bayernliga Nord
Pflichtsieg oder Blamage

Gefährliche Situation für Ammerthal: Jubeln die DJK- Spieler am Ende gegen Schlusslicht VfL Frohnlach, heißt es, Pflicht erledigt. Gewinnen sie aber nicht, wäre es eine Überraschung der peinlichen Art. Bild: ref
Sport
Ammerthal
15.10.2016
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Erst ein Sieg, nur mickrige vier Punkte, bereits 47 kassierte Tore - abgeschlagen Letzter: Der VfL Frohnlach ist nicht gerade in Form. Die DJK Ammerthal steht beim Heimdebüt des neuen Trainers Jürgen Press vor einer vermeintlich einfachen Aufgabe. Aber Obacht, auf dem Papier hat noch nie eine Mannschaft gewonnen.

Der VfL Frohnlach ist vor dem 16. Spieltag in der Bayernliga Nord mit vier Punkten abgeschlagen Tabellenletzter. Die Mannschaft um VfL-Trainer Oliver Müller, der im letzten Jahr noch die U23-Mannschaft der Frohnlacher in der Landesliga Nordwest trainierte, hatte zu Beginn der Saison einen gewaltigen Aderlass zu verkraften.

Seine Aufgabe ist es wohl momentan, primär wieder etwas Stabilität und Konstanz in den Verein und Mannschaft zu bringen. Von der Papierform her ist es also eine klare Angelegenheit für die DJK Ammerthal (16 Punkte) - so wohl die allgemeine Denkweise der sogenannten Fußballexperten vor dieser für Sonntag, 16. Oktober, angesetzte Begegnung, die um 15 Uhr in der DJK-Arena angepfiffen wird.

Dass sich allerdings die vermeintlich leichteren Aufgaben oftmals als die schwierigsten und blamabelsten entpuppen, ist im Fußball nicht großartig neu. Bei dieser Sportart spielt sich bekanntlich ja vieles im Kopf ab. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Press, der gegen den ehemaligen Regionalligisten (Saison 2012/13) sein Heimdebüt gibt, wäre somit gut beraten, den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. Dazu gibt es auch überhaupt keinen Grund, nachdem die DJK trotz der zuletzt beiden nicht verlorenen Auswärtspartien gegen Aubstadt (1:1) und Erlenbach (1:1) weiter auf der Stelle tritt und nach wie vor im Tabellenkeller (Platz 14) feststeckt. Das Team um DJK Kapitän Johannes Kohl trat in diesen durchaus schweren Auswärtsspielen als Kollektiv auf und ließ nur wenig zwingende Torchancen in diesen hart umkämpften 90 Minuten zu. Press fordert von seiner Truppe gegen Frohnlach die gleiche Einstellung: "Es ist für mich das erste Heimspiel in Ammerthal. Wir müssen und werden Frohnlach mit dem nötigen Ernst entgegentreten. Klar, dass für uns zu Hause in der jetzigen Phase nur ein Dreier zählt und den wollen wir mit aller Macht auch erzwingen."

Der Trainer fügte an: "Ich glaube schon dass wir momentan gut in Schuss sind, um am Ende auch einen Heimsieg verbuchen zu können. Die Mannschaft macht auf mich einen hervorragenden Eindruck, ist sehr fleißig und engagiert bei der Sache. Die Jungs ziehen sehr gut mit, was man ja auch in Ansätzen der bisherigen Partien gesehen hat," Ammerthals neuer Chefanweiser ist davon überzeugt, dass die Entwicklung seines Kaders in die richtige Richtung geht: "Es wartet natürlich noch jede Menge Arbeit auf uns, aber ich bin guter Dinge und habe ein gutes Gefühl, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen werden."

Zum Spiel gegen Frohnlach sagte Press: "Wir wissen, dass wir auf einen Gegner treffen, der zwar angeschlagen ist, aber gerade solche sind die Gefährlichsten. Wir werden mit dem nötigen Respekt ins Spiel gehen, aber trotzdem sind wir so selbstbewusst, um gegen eine sicherlich defensiv eingestellte Mannschaft dominant aufzutreten, müssen daher die richtigen Mittel und Wege finden, um den Abwehrverbund zu knacken." Sollte Florian Holfelder (Grippe) wieder einsetzbar sein, steht dem Trainer bis auf den langzeitverletzten Stürmer Tomas Petracek der komplette Kader zur Verfügung.

Klar, dass für uns zu Hause in der jetzigen Phase nur ein Dreier zählt, den wollen wir mit aller Macht erzwingen.Jürgen Press, Trainer DJK Ammerthal
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