Fußball Bayernliga Nord
Schwieriger Einstand für Jürgen Press

Florian Danner (links), der 1:0-Torschütze gegen Würzburg, und einer der Aktivposten der DJK Ammerthal, fällt wegen einer Muskelverletzung für das Spiel in Aubstadt aus. Bild: ref
Sport
Ammerthal
01.10.2016
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Schwieriger könnte der Einstand für Ammerthals Neu-Trainer Jürgen Press in der Bayernliga Nord wohl kaum sein. Denn am Samstag, 1. Oktober, geht die Reise nach Unterfranken zum Tabellenzweiten TSV Aubstadt.

Eine Herkulesaufgabe, bei der die Mannschaft um den wiedergenesenen DJK Kapitän Johannes Kohl wohl einen Sahnetag benötigt um bei der "Macht im Grabfeld" irgendwie zu bestehen um was zählbares mitzunehmen. Die DJK Ammerthal (14 Punkte) zählt vor dem 14. Spieltag bis dato auf fremden Plätzen mit fünf Niederlagen aus sechs Auswärtspartien zweifelsfrei als gerngesehener Gast und somit zu den Punktelieferanten der Liga.

Lediglich ein mickeriges Pünktchen steht hier auf der Habenseite, eine erschreckend schwache Bilanz, die es definitiv zu verbessern gilt, ansonsten wird man sich aus der Abstiegsregion auf Dauer nicht befreien können. Nur auf die Heimstärke zu vertrauen wird wohl nicht ausreichen um die Liga zu halten.

Anders dagegen die Elf von TSV Trainer Josef Francic, die als überaus robuste Mannschaft gilt, meist über enormen Teamgeist und hohem Einsatz mit viel Kampfbereitschaft ihre Spiele entscheide. Derzeit gelten die Grabfelder auch zurecht als Eichstätt-Jäger Nummer eins, obwohl hier schon eine gewaltige Lücke von acht Punkten klafft.

Die derzeitige gute Platzierung für den TSV ist bei genauer Betrachtung aber auch nicht unbedingt als die große Überraschung zu werten, denn schon in ihren vier zurückliegenden Bayernliga-Jahren machten die Rot-Weißen auf sich schon mehrfach aufmerksam und tauchten auch hier immer wieder in der Spitzengruppe auf. In der Saison 2013/14 belegte die Francic-Elf in der Endabrechnung sogar den zweiten Tabellenplatz und scheiterte erst in der Relegation zur Regionalliga Bayern am 1.FC Schweinfurt 05.

Für Ammerthals Trainer Jürgen Press wäre zumindest eine Punkteteilung im Grabfeld als Erfolg zu werten: "Nach erst zwei Trainingseinheiten ist es natürlich schwer, die richtige Formation gegen diesen überaus starken Gegner herauszufiltern. In der Kürze der Zeit kann man der Mannschaft auch nicht die Spielphilosophie nach meinen Vorstellungen verinnerlichen, das braucht schon eine gewisse Zeit, aber wir weder daran arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft dem TSV Aubstadt auch im eigenen Stadion durchaus Probleme bereiten kann."

Press weiter: "Wir müssen in den Eins-gegen-Eins-Situationen bestehen, was im Klartext heißt, die Zweikämpfe anzunehmen und auch gewinnen, ansonsten wird es sehr schwer zu bestehen."

Der Vorteil bei den Unterfranken liegt wohl auch darin, dass sie auf eine eingespielte Mannschaft zurück greifen können, die zudem mit hochkarätigen Neuzugänge aus der Regionalliga verstärkt wurden, welche auch in den zurückliegenden Spielen maßgeblichen Anteil am Höhenflug des TSV hatten. Am letzten Spieltag siegte Aubstadt in Erlenbach ungefährdet mit 2:0, der DJK wurde buchstäblich in letzter Minute beim 1:1 gegen die Würzburger Kickers II der mögliche fünfte Heimsieg entrissen. Torschütze des wichtigen Führungstreffer war Florian Danner, der nach Aussage von Press in Aubstadt wegen einer Muskelverletzung wohl nicht eingesetzt werden kann. Ebenso fehlt Tomas Petracek, der Stürmer muss am Knie operiert werden und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Der Bus, zu dem noch Fans zusteigen können, fährt um 11 Uhr vom Sportheim der DJK Ammerthal ab.

Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft dem TSV Aubstadt auch im eigenen Stadion durchaus Probleme bereiten kann.Jürgen Press, neuer Trainer der DJK Ammerthal
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