Fußball
Sturm fegt über Ammerthal

So kann man kein Spiel gewinnen, ich erwarte jetzt eine Trotzreaktion.
Sport
Ammerthal
17.04.2016
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Bauchlandung des bis dahin souveränen Tabellenführers der Fußball-Landesliga Mitte: Nach acht Siegen in Serie erwischte die DJK Ammerthal einen völlig gebrauchten Tag und bekam beim in kämpferischer Hinsicht klar überlegenen FC Sturm Hauzenberg gewaltig das Fell über die Ohren gezogen. Mit einer 5:0-Packung fegte der wie entfesselt aufspielende Gastgeber die Ammerthaler aus dem Staffelberg-Stadion.

"An dem Sieg gibt es keinen Zweifel, wenngleich er zu hoch ausgefallen ist", sagte DJK-Trainer Torsten Holm. "Wir wussten, dass wir auf einen selbstbewussten Gegner treffen werden. Wir haben viele entscheidende Zweikämpfe verloren, haben schlichtweg nicht dagegengehalten. So kann man kein Spiel gewinnen, ich erwarte jetzt eine Trotzreaktion." Ein baldiges Ende der Siegesserie zeichnete sich schon in den letzten Partien ab - die Quittung für die lasche Spielweise gab es nun bei den bärenstarken Niederbayern. Es wirkte, als würde nicht Ammerthal, sondern Hauzenberg um den Aufstieg spielen. Der Auftritt der Gäste war beschämend und eines Tabellenführers unwürdig, während das Konzept von FC-Spielertrainer Alexander Geiger voll aufging: "Wir sind mit breiter Brust aufgetreten und wollten der DJK durch energisches Zweikampfverhalten die Lust am Fußballspielen nehmen." Der Plan ging auf, wenngleich Ammerthal in der Anfangsphase versuchte, das Geschehen an sich zu reißen. Die DJK hätte auch in Führung gehen müssen, als Michael Jonczy (20.) nach Pass von Lukas Papadopoulos alleine auf FC-Schlussmann Michael Hellauer zusteuerte, an diesem aber scheiterte.

Nach gut einer halben Stunde schlichen sich immer mehr Nachlässigkeiten in das Spiel der Ammerthaler ein, die vom Bezirksliga-Aufsteiger gnadenlos bestraft wurden. Zunächst war die komplette Abwehr bei einem weiten Einwurf nicht im Bilde, was FC-Torjäger Alexander Starkl mit dem 1:0 bestrafte (34.). Der nächste Lapsus unterlief Marcel Fürsattel, der einem eigenen Mitspieler den Ball in die Hacken spielte, was zur Vorlage für Starkl wurde - 2:0.

Nach der Pause versuchte die Holm-Elf etwas mehr dagegenzuhalten und hatte durch Tobias Laurer (48.) und Benjamin Burger (49.) zwei gute Möglichkeiten. Wesentlich gieriger auf den nächsten Treffer waren aber die Hausherren. Dieser gelang auch in der 56. Minute dem Mann des Tages, Alexander Starkl, der nach einem Konter den Ball zum 3:0 unter die Latte nagelte. Ammerthal war in der Folgezeit bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, fing sich stattdessen aber in der 71. Minute einen erneuten Konter ein, den Manuel Mader zum 4:0 abschloss. Ein Pfostenschuss von Dominik Haller (83.) war die einzige nennenswerte Aktion der DJK in der Schlussphase. Bezeichnend für die miserable Mannschaftsleistung war noch der fünfte Gegentreffer: Florian Danner köpfte eine Flanke von Ranzinger unhaltbar ins eigene Tor.
So kann man kein Spiel gewinnen, ich erwarte jetzt eine Trotzreaktion.Torsten Holm, Trainer der DJK Ammerthal
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