Fußball
Trainer-Donner trotz Blitztor

Was für ein Ehrentreffer für Tegernheim: Urban Wazlawik traf per Fallrückzieher zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Marcel Schumacher, Johannes Kohl und Manuel Jank (von links) waren machtlos. Bild: brü
Sport
Ammerthal
11.04.2016
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5:1 hört sich deutlich an, war es aber nicht. "Die drei Punkte waren das einzige am ganzen Spiel, mit dem ich zufrieden sein kann. Ganz und gar nicht mit der gesamten Mannschaftsleistung."

Ammerthals Trainer Torsten Holm sprach Klartext trotz des 5:1-Sieges in der Landesliga Mitte gegen den FC Tegernheim: "Es lag nur an unserer individuellen Klasse, dass wir dieses Spiel gegen einen guten Gegner gewonnen haben. Es fehlte insgesamt an einer gesunden Einstellung, so dürfen wir uns nicht mehr präsentieren, wir müssen als Mannschaft deutlich besser auftreten."

1:0 nach 17 Sekunden


Dabei erwischte die DJK einen Blitzstart, führte nach exakt 17 Sekunden durch einen Treffer von Michael Jonczy mit 1:0. Ruhe brachte dieser Treffer aber nicht ins Spiel der DJK, die sich mit zunehmender Spieldauer ungewohnt viele Fehler im Defensivverhalten erlaubte. Eine davon nutzte bereits nach sechs Minuten FCT-Torjäger Urban Wazlawik mit einem herrlichen Fallrückzieher zum 1:1-Ausgleich.

Bei Ammerthal fehlten an diesem Tag speziell im Mittelfeld die kreativen Ideen. Dennoch gelang es Michael Jonczy nach Pass von Johannes Kohl im zweiten Versuch das Spielgerät zum 2:1 im Tor unterzubringen.

Trotz der Führung fanden die Platzherren weiter nicht richtig ins Spiel. Was Effektivität bedeutet, zeigte Nico Becker in der 34. Minute, als er den Ball unhaltbar zum 3:1 im Tor versenkte. Ein Ergebnis das den tatsächlichen Spielverlauf in der ersten Halbzeit nicht widerspiegelte, denn die Gäste boten dem Spitzenreiter über die gesamte Spielzeit die Stirn.

Es haperte bei der Press-Truppe eigentlich nur im Abschluss. "Wir wollten nach dem Seitenwechsel noch mal alles daran setzen, um vielleicht das Unmögliche noch möglich zu machen. Ich muss meiner Mannschaft schon ein großes Kompliment aussprechen, sie hat 90 Minuten alles versucht und dem Gegner Paroli geboten. Leider konnten wir nur eine unserer fünf bis sechs klaren Möglichkeiten nutzen", so der keineswegs enttäuschte Gästetrainer Jürgen Press.

Schumacher stark


Es lag auch an DJK-Schlussmann Marcel Schumacher, der beste Chancen der Gäste mit starken Paraden zunichte machte. Ammerthal brachte sich auch im zweiten Durchgang ein ums andere mal selbst in höchste Bedrängnis. Kapital konnten die Gäste aber daraus nicht schlagen. Bei Ammerthal fehlte weiter der letzte Biss. Die DJK hatte dabei noch Riesenglück, dass Siegfried Ludwig seinen Megachance in der 60. Minute zum Anschluss nicht nutzen konnte. Tegernheim gab sich noch lange nicht geschlagen, brachte die DJK- Abwehr immer wieder in arge Verlegenheit, das Manko blieb die Chancenverwertung. Den Durchblick behielt in der 30-minütigen Drangphase nach der Pause lediglich Torwart Marcel Schumacher.

Jonczy mit dem Dritten


Den Deckel endgültig drauf machte der eingewechselte Thomas Kotzbauer, als er zum 4:1 abstaubte, nachdem zuvor Dominik Haller noch an Torwart Christian Rothballer scheiterte. Kurz vor Schluss sorgte Jonczy mit einem herrlichen Flachschuss für das 5:1-Endergebnis.
Leider konnten wir nur eine unserer fünf bis sechs klaren Möglichkeiten nutzen.Jürgen Press, Trainer FC Tegernheim
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