Feuerwehr-Führungskräfte tagen
An der Sprache hapert es noch

Gespannt lauschten die Führungskräfte der Feuerwehren, darunter Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt (vorne links).
Vermischtes
Ammerthal
24.10.2016
133
0

Die Feuerwehren in der Oberpfalz sind nicht nur gut aufgestellt. Sie besitzen auch das 96-prozentige Vertrauen der Bevölkerung, wenn es um Sicherheit geht. Bei der Herbsttagung der Führungskräfte war aber nicht nur das zu erfahren.

Amberg. Ein straffes, aber auch höchst informatives eineinhalbtägiges Programm stand auf der Agenda des Treffens, zu dem Bezirksfeuerwehrverbandsvorsitzender Johann Weber mit seinen Stellvertretern Fredi Weiß (Schnaittenbach) und Anton Bögl (Neumarkt) in den Saal der Stadtwerke eingeladen hatte.

Zunächst gab der Chamer Kreisbrandinspektor Michael Strahl einen kurzen Überblick über die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik. Dabei ging er auf die dabei auftretenden Probleme ein, zum Beispiel bei der Verständigung. Er gab den Anwesenden auch einen Überblick zum derzeitigen Stand der Planungen des Landkreises Cham, die Zusammenarbeit noch mehr zu intensivieren. Neben einer guten Funkverbindung ist das Wasser eines der wichtigsten Arbeitsmittel der Feuerwehren. Stefan Prüfling, Betriebsingenieur der Stadtwerke, ging in seinem Beitrag auf die Trinkwasserversorgung und den Feuerschutz ein. Nach seinen Worten hatte es hierbei in den vergangenen Jahren weit über 100 Vorfälle gegeben, bei denen das Trinkwasser aufgrund eines Feuerwehreinsatzes verschmutzt wurde. In der Region Amberg gab es aber bisher keinen solchen Vorfall.

Dabei gelten in Zukunft neue Richtlinien. Diese sind festgehalten in einer neuen DIN-Norm, unterteilt in die Kategorien 1 bis 5, wobei die 1 für Trinkwasser, die 5 für Schmutzwasser stehe. Hierbei wird in Zukunft ab der Kategorie 4 ein sogenannter Rückflussverhinderer gefordert. Dieser wird direkt zwischen Hydrant und Schlauch angeschlossen.

Bernd Hatzinger aus Bad Kötzting hatte sich des Themas "Gefahrgutausbildung - quo vadis?" angenommen. Zum Abschluss blickte Kreisbrandrat Johann Weber zurück auf die zahlreichen Aktivitäten des Oberpfälzer Bezirksfeuerwehrverbandes im vergangenen Jahr. Dabei zeigte er sich stolz über die 1041 Feuerwehren im Regierungsbezirk, aufgegliedert in 1021 Freiwillige, neun Betriebs- und zehn Werksfeuerwehren sowie in die Berufsfeuerwehr in Regensburg.

Weber verwies auch auf einen guten Ausbildungsstand, wie zum Beispiel gezeigt beim 11. Atemschutzwettbewerb in Neumarkt. 307 Feuerwehrleute legten dabei eine der Stufen Bronze oder Silber ab. Seit Bestehen des Wettbewerbs nahmen bisher 2183 Feuerwehrkräfte daran erfolgreich teil. Auch in diesem Jahr hatten sich 17 Gruppen für den Wettbewerb angemeldet, der zeitgleich zur Herbsttagung der Führungskräfte gestartet wurde. (Seite 6)
Weitere Beiträge zu den Themen: Feuerwehr (1110)Führungskräfte (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.