Öffentliches Gelöbnis in Ammerthal
Soldaten in der Dorfmitte

Flankiert von Bürgermeisterin Alexandra Sitter (links) und stellvertretender Landrätin Brigitte Bachmann (rechts) schritt Kommandeur Alexander Kolb beim Gelöbnis auf dem Ammerthaler Dorfplatz die Ehrenformation ab. Bilder: e (2)
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Ammerthal
01.05.2016
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Jeweils sechs Rekruten aus Kümmersbruck und aus Oberviechtach legten stellvertretend für ihre Kameraden zum Eid die Hand auf die Truppenfahne.

In Ammerthal legten junge Soldaten vor Zuschauern und Vertretern des öffentlichen Lebens ihr Gelöbnis ab - der Höhepunkt ihrer Grundausbildung. Um hier dabei zu sein, kamen Eltern bis aus dem 430 Kilometer entfernten Rothenburg in der Oberlausitz.

Ammrthal. (e) Die kürzeste Anreise zum Dorfplatz hatten wohl die staunenden er Grundschüler mit ihrer Rektorin Elvira Rückerl. Auch sie waren Zaungäste des feierlichen Gelöbnisses von 56 Rekruten des Panzergrenadierbataillons 122 Oberviechtach mit Kommandeur Christoph Huber sowie 34 Rekruten des Logistikbataillons 472 aus der Kümmersbrucker Schweppermannkaserne mit Kommandeur Alexander Kolb.

Die insgesamt 90 jungen Soldaten, alles Freiwillige, haben seit dem 4. April ihre allgemeine Grundausbildung absolviert. Jetzt waren sie in Ammerthal angetreten - mit rotem Barrett die aus der Schweppermannkaserne, mit grünem die aus Oberviechtach. Dazu gesellten sich Abordnungen der Kompanien des Bataillons, dessen Ehrenzug mit der Truppenfahne und das Herrenmusikkorps aus Veitshöchheim. Dass das Gelöbnis auf dem Dorfplatz in Ammerthal stattfand, war auch eine Referenz an die Patengemeinde.

Stolz auf das Erreichte


Eine Rekrutin betonte im Namen ihrer Kameraden: "Ich bin stolz auf das, was wir bislang erreicht haben", und versicherte, "wir wollen lernen, unserem Land treu zu dienen, wir wollen in der Lage sein, unsere Werte und Ideale tapfer zu verteidigen." Nach der Gelöbnisrede von Oberstleutnant Alexander Kolb trat je eine Abordnung von je sechs Mann aus beiden Bataillonen zur Truppenfahne. Sie legten, stellvertretend für alle angetretenen Rekruten, in einem symbolischen Akt das Gelöbnis ab, versprachen dabei öffentlich, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen.

Gastgeberin Bürgermeisterin Alexandra Sitter ging auf die Verbundenheit Ammerthals mit der Patenkompanie in der Schweppermannkaserne ein. Sie erinnerte an die Integritätsfunktion des Gelöbnistags und gab der Hoffnung Ausdruck, dass bei den Rekruten stets die demokratischen Werte eine Rolle spielten. Die Soldaten seien in Ammerthal, "in dieser soldatisch geprägten und der Bundeswehr immer eng verhafteten Gemeinde, auch räumlich an dem Platz, der ihnen zusteht - in der Dorfmitte". Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann versicherte den Rekruten, "dass die gesamte Bevölkerung hinter Ihnen steht, denn Sie treten für die Freiheit ein".

Herausforderungen warten


Oberstleutnant Alexander Kolb bescheinigte den Soldaten, diese hätten "vier außergewöhnliche Wochen" hinter sich gebracht, "in denen sie eine Vielzahl von ungewohnten Situationen zu meistern hatten". Ihr Leben habe sich mit der Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen, deutlich verändert: "Disziplin, Befehl und Gehorsam haben das lockere Miteinander in Schule und Beruf ersetzt." Viele weitere Herausforderungen warteten noch auf die Soldaten "wobei Ihnen heute niemand genau voraussagen kann, was die Zukunft bringen wird. Umso bemerkenswerter ist daher Ihre Bereitschaft für diesen Dienst in der Bundeswehr, für Ihre Mitmenschen und unser Vaterland."

Mit der Nationalhymne wurde der feierliche Akt beendet. In der Sporthalle schloss sich ein Empfang für Soldaten, Eltern der Rekruten und weitere Gäste an.
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