Pfarrer Klaus Haußmann spricht bei Senioren über Ostern
Glaubenskultur bewusst feiern

Vermischtes
Ammerthal
10.03.2016
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Über Osterbräuche und -symbole referierte Pfarrer Klaus Haußmann beim Seniorentreff der Pfarrei. Der Name Ostern und viele mit dem Fest verbundene Symbole gehen laut Haußmann auf die vorchristlich-germanische Zeit zurück. Unsere heidnischen Vorfahren hätten ein Frühjahrsfest zu Ehren der germanischen Gottheiten Freya oder Ostara gefeiert - mit Symbolen wie Hasen, Eier, Grün und Feuer.

Die christlichen Glaubensboten im frühen Mittelalter hätten bei der Bekehrung der Germanen erkannt, dass diese Symbole sehr gut auf die Auferstehung Jesu Christi umzudeuten sind: Deshalb gebe es sie bis heute. Zum Palmsonntag wurden geweihte Palmbuschen unter das Hausdach gesteckt - zum Schutz vor Blitz und Ungewitter. Geweihte Palmkätzchen wurden gegen Krankheiten gegessen. Auch Fußwaschung, Paschamahl und Ölbergwache sind laut Haußmann österliche Symbole. Am Karfreitag wurde der Kreuzweg im Freien gebetet. Die Stationen hinauf zum Mariahilf-, Anna- und Mausberg zeugten davon. Die Enthüllung und Verehrung des Kreuzes stehe im Mittelpunkt der Karliturgie. Nach der Grabesruhe am Karsamstag werde abends das Feuer entzündet, als Symbol der Urgewalt Gottes und der Auferstehung Jesu. Die Segnung des Taufwassers und der Osterspeisen seien weitere Symbole.

Am Ostermontag sei es Brauch, nach Emmaus zu gehen. Hier wurden Verwandtschaftsbesuche oder Wanderungen in der erwachenden Natur unternommen. Haußmann ermunterte die Senioren, "durch unseren Glauben und unser Wissen" die Glaubenskultur bewusst zu feiern.
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