Sponsorenfest für Viehbergs Mitte
Lebensbaum symbolisiert Dorf

Doris Schmidt, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Viehberg (rechts stehend), dankte den Sponsoren. Sabine Mädl (links stehend) erläuterte das Kunstwerk von der Idee bis zu zur Herstellung. Bild: oe
Vermischtes
Ammerthal
04.08.2016
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Diese Gemeinschaftsleistung kann sich sehen lassen. Viehberger Bürger haben über 10 000 Euro zur Verfügung gestellt, um ihre Umgebung zu verschönern. Jetzt gibt es einen Platz mit Bänken und ein Kunstwerk namens Viehberger Lebensbaum.

Viehberg. Beim Sponsorenfest informierte Künstlerin Sabine Mädl aus Kotzheim über Herstellung, Arbeit und Bedeutung der neuen Skulptur. Sie zeigte sich sichtlich beeindruckt, dass eine Dorfgemeinschaft so viel auf die Beine stelle. Die Arbeit am Kunstwerk dauerte fünf Monate. Der Stamm sei aus Basalt. Das Ergussgestein entstehe durch Aufschmelzen des Erdmantels.

Durch das verzögerte Abkühlen von Magma entstehen nicht selten meterlange eckige Basaltsäulen. Der Stein, jetzt der Stamm des Lebensbaumes, ist so aus dem Mittelpunkt der Erde hochgeschossen und nicht bearbeitet. Es symbolisiere etwas kraftvolles, betonte die Künstlerin. Gemeinsam, sagte Vorsitzende Doris Schmidt von der Dorfgemeinschaft, haben wir für "unser Dorf" etwas Einmaliges erreicht.

An dem sechskantigen Stamm des Lebensbaumes sind die sechs ehemaligen Bauernhöfe des Ortes graviert. Die Hofnamen sind jetzt für immer sichtbar: Rouderer, Scherer, Boderbauer, Woizbauer, Kasper und Schneiderbauer. Die Gravur verdeutliche den Ursprung von Viehberg, ergänzte die Künstlerin. Als Blattwerk erschuf sie Häuser aus Edelstahl.

Für die genau abgezählten 102 Häuser von Viehberg wurden 400 Kilo Edelstahl verbaut. Aus den sechs Bauernhöfen, also dem Stamm, sei ein schönes Dorf entstanden, und die in verschiedenen Größen angefertigten Edelstahlhäuser sollen das Wachstum symbolisieren, informierte Mädl. Die sechskantige Basaltsäule stamme aus Afghanistan, habe ein Steinhändler der Künstlerin versichert. Vorsitzende Doris Schmidt dankte den vielen Sponsoren. Hubert Englhard hatte auch die Spendierhosen an und erledigte mit schweren Gerät Fundamentarbeiten und noch mehr.
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