Rutsch in den Winter

Der Winter ist wieder da. Was für Skifahrer eine Freude ist, wird für manchen Autofahrer zur Qual. Denn Schnee und Eis machen die Straßen rutschig - entsprechend kommt es immer wieder zu Unfällen.

(dpa/räd) Schneefall und Glätte haben in der Nacht zum Freitag für zahlreiche Unfälle und umgestürzte Bäume gesorgt. Auf der B 85 zwischen Königstein und Auerbach (Kreis Amberg-Sulzbach) stürzte am Donnerstagabend ein Sattelschlepper mit Fässern um. Der Anhänger musste mit einem Kran geborgen werden. Der Fahrer blieb unverletzt. An dem Gespann entstand Sachschaden von 25 000 Euro. Bei Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) rutschte ein mit Getränkekästen beladener 40-Tonner in einen Graben.

BRK-Wagen umgekippt

Eine junge Frau rutschte gegen 18.30 Uhr zwischen Altenstadt/WN und Windischeschenbach (Kreis Neustadt/WN) mit einem BRK-Versorgungsfahrzeug in den Graben. Sie schaffte es mit dem Kleinbus zurück auf die Straße, dann kippte das Fahrzeug um. Die Frau kam leicht verletzt in die Klinik. Insgesamt zählten die Oberpfälzer Einsatzkräfte mehr als 21 witterungsbedingte Unfälle.

In Oberbayern war vor allem der Landkreis Eichstätt betroffen. Auf der Autobahn 9 kollidierten auf schneeglatter Fahrbahn zwei Lastwagen. Ein Schneesturm hatte auf der Bundesstraße 17 bei Augsburg am Freitagvormittag Blitzeis gebildet, 15 Fahrzeuge fuhren ineinander. Zwölf Menschen wurden verletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich hier nach Schätzung der Feuerwehr auf bis zu 300 000 Euro. In der Rhön fiel wegen heftigen Schneefalls zum Teil sogar die Schule aus. "Im nördlichen Landkreis Bad Kissingen haben die örtlichen Busunternehmen entschieden, die Busse nicht fahren zu lassen. Das örtliche Schulamt hat deshalb beschlossen, die Schulen dort geschlossen zu halten", sagte ein Sprecher der Regierung von Unterfranken.

Auch in den kommenden Tagen wird es laut Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst in München "immer wieder mal" schneien. Für Wintersportler ein Vergnügen - allerdings warnte der Deutsche Alpenverein (DAV) vor Lawinengefahr. Bei Lawinenunglücken im Schwarzwald sind am Freitag zwei Wintersportler im Alter von 20 und 58 Jahren ums Leben gekommen.
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