Sportanglerverein Auerbach blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück
Pfundige Fische am Haken

So manchen dicken Fisch zogen die Petrijünger in den vergangenen 50 Jahren an Land. Bilder: cs
 
Ihr Wissen über das Wasser und seine Bewohner geben die Sportangler auf dem Fisch-Lehrpfad an der Pegnitz bei Michelfeld weiter.

Den Anglern unterstellt so mancher, dass sie es beim Ablesen von Waagen und Metermaßen nicht immer ganz genau nehmen. Am Alter ihres Auerbacher Vereins besteht dagegen nicht der geringste Zweifel.

Während seines Fischerfests am Wochenende 11./12. Juni schaut der Sportanglerverein Auerbach auf das 50-jährige Bestehen zurück. Die Mitglieder Günther Rümpelein, Günter König, Bernhard Preininger und Sebastian Purkl haben die Höhepunkte in einer umfangreichen Chronik festgehalten.

Los ging's 1966 am 28. Dezember im damaligen Gasthaus Hörl (Hotel Federhof) mit den Gründern Josef Sichelstiel, Rudolf Hudert, Baptist Iberer, Willi Fürst, Hans Friedl, Christian Regn, Horst Nittmann, Albert Friedl, Baptist Lauß, Erich Wohlrab, Roland Gradl, Siegfried Bierl, Xaver Gsell, Paul Klass und Josef Schleicher. Bei der Vorstandswahl später an gleicher Stelle übernahm Josef Sichelstiel das Führungsamt. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 18 DM im Jahr festgelegt.

Das Hotel Federhof diente in den ersten zehn Jahren als Vereinslokal. Im Juli 1977 wechselten die Angler ins Sportheim des SC Glückauf Auerbach. Am 26. Januar 1980 hielten sie die erste Jahreshauptversammlung in der eigenen Fischerhütte.

Amerikaner helfen mit


1973 hatte der Verein von der damaligen Gemeinde Nitzlbuch ein Grundstück an der Dornbacher Straße gepachtet und dort drei Winterungen angelegt. Später baute er einen Geräteschuppen und das Vereinsheim. Bei den Arbeiten brachten die Mitglieder viel Eigenleistung ein. In einer US-Dienststelle in Grafenwöhr beschäftigt, organisierte der frühere, inzwischen verstorbene 2. Vorsitzende Horst Nittmann auch immer wieder Hilfe von den Amerikanern.

22 Hektar Weiherfläche


Ihren Sport üben die 300 Mitglieder - darunter 20 Jugendliche - am Eschenbacher Weiher, Rußhüttenweiher, Großen Stadtweiher, Wasenweiher, an den Leonieweihern und am Alten Schacht auf insgesamt 22 Hektar aus. Dort gibt es Karpfen und Aale; kapitale Hechte mit über einem Meter und gut 20 Pfund schwere Zander sind keine Seltenheit. Im Wasenweiher werden große Exemplare an Schleien gefangen. Den Eschenbacher Weiher schätzen die Angler wegen seiner mitunter bis zu 1,60 Meter langen Waller.

Die Flussstrecke in der Pegnitz ist mit Bachforellen, Äschen und Nasen - sie gehören zur Familie der Karpfen - besetzt. Heimisch sind auch Neunaugen, Schmerlen und Koppen. Ihr Vorkommen weist auf eine gute Wasserqualität hin. Insgesamt 16 Hektar an Aufzuchtweihern liefern Fische für die Angelgewässer. Gastangler können Erlaubnisscheine erwerben.

Zeittafel des Sportanglervereins Auerbach1968: Anpachtung von mehreren Weihern im Stadtgebiet

1974: Bau der Winterungen an der Dornbacher Straße

1978: Baubeginn der Fischerhütte

1986: Gründung einer Jugendgruppe

Ab 1987: Teilnahme am Bürgerfest mit dem beliebten Steckerlfisch als Renner

1996: Kauf des Wasenweihers

1998: Eröffnung eines Fischlehrpfads an der Pegnitz bei Michelfeld durch die Jugendgruppe; Kauf des Grundstücks an der Dornbacher Straße

2006: Bau einer Kleinkläranlage

Bisher letzte Projekte: Schautafeln am Stadtweiher und Kleinem Stadtweiher sowie der Fischlehrpfad, beginnend in Michelfeld.

Momentan drei Ehrenmitglieder


Zur Führungsmannschaft des Sportanglervereins Auerbacher im Jubiläumsjahr gehören Vorsitzender Werner Purkl, der Vize Günther Rümpelein, Kassier Mario Rümpelein, Schriftführer Gerald Tobolewski, Gewässerwart Hans-Peter Leißner und Jugendwart Dirk Richter. Noch lebende Ehrenmitglieder sind Erich Wohlrab, Gerhard Heringklee und Helmut Meidenbauer.

Festprogramm bei den SportanglernDas Jubiläumsfest beginnt bereits am Sonntag, 5. Juni, mit dem Königsfischen am Stadtweiher. Von 6 bis 11 Uhr kann am Stadtweiher die Angel ausgeworfen werden. Jeder Teilnehmer erhält einen Gutschein über fünf Euro zum Verzehr beim Fischerfest.

Das eigentliche Festprogramm sieht vor: Samstag, 11. Juni, ab 14 Uhr Festbetrieb mit Kaffee und Kuchen, ab 16 Uhr Fisch- und Grillspezialitäten, Kinderbelustigungen durch die Jugendgruppe. - Sonntag, 12. Juni, ab 10 Uhr Frühschoppen, ab 11.30 Uhr Fisch- und Grillspezialitäten, 13 Uhr Ehrung der Sieger des Königsfischens, 14 Uhr Ehrung der noch aktiven Gründungsmitglieder. Für Kinder bietet die Jugendgruppe Spiele an. "Köder" für die Gäste dürften die beliebten Wedelfische und geräucherten Forellen sein.
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