Chorprojekt stößt auf skeptische Sänger
Angst vor Orchestermesse nicht angebracht

Mit dem Auerbacher Kirchenchor wagte sich Agathe Schriml am Sonntag in Michelfeld an die Messe in F-Dur von Valentin Rathgeber. Ihre Einladung an andere Chöre, sich anzuschließen, stieß auf Bedenken. "Dabei haben unsere Gäste ja bewiesen, dass es wunderbar funktioniert", sagte sie danach. Bild: sck

Zum Patrozinium ihrer Pfarrkirche St. Johannes Evangelista erlebten die Pfarrangehörigen in Michelfeld eine gelungene Premiere. Das Chorprojekt realisierte Kirchenmusikerin Agathe Schriml.

Michelfeld. Der Kirchenchor Auerbach, verstärkt durch zusätzliche Sängerinnen und Sänger, führte die Messe in F-Dur von Valentin Rathgeber auf. Als Streicherensemble präsentierten sich Carina Menzel, Julia Schatz und Hanna Kormann an der Violine sowie Maria Schriml am Cello. Den Gesang des Chors und der Gemeindegesang begleitete Norbert Sertl an der Orgel.

Bereits im Sommer hatte die Leiterin des Auerbacher Kirchenchors, Agathe Schriml, ihre Kollegen im Seelsorgebereich Auerbach angesprochen und eingeladen, mit ihren Chören an einem gemeinsamen Projekt mitzuwirken. Zwar war die Resonanz gering und die Befürchtung hinsichtlich der damit verbundenen Anstrengungen groß. Doch immerhin sagten einige Sängerinnen und Sänger zu, den Auerbacher Kirchenchor stimmlich zu verstärken.

Für die große Zurückhaltung gegenüber ihrer Idee zeigt Agathe Schriml Verständnis: "Ich vermute, dass die meisten sich einfach nicht getraut haben, einmal eine Orchestermesse mitzusingen, weil sie das noch nie gemacht haben. Dabei haben unsere Gäste ja bewiesen, dass es wunderbar funktioniert." Jedenfalls will sie wieder ein gemeinsames Projekt anpacken und hofft, dass es dann mehr wagen, sich einem Gemeinschaftschor anzuschließen.

Den Gottesdienst zum Fest des Evangelisten Johannes zelebrierte Dekan Pater Markus Flasinski, unterstützt durch Bischöflich-Geistlichen Rat Georg Braun und Diakon Thomas Wiegel. Luitpold Dietl gab Erläuterung zu den kunstvollen Johannesdarstellungen in der Asamkirche.

Zur Segnung und Verteilung des Johannesweins am Ende des Festgottesdienstes erzählte Dekan Flasinski eine Legende. Ihr zufolge soll dem Heiligen ein Kelch mit vergiftetem Wein dargeboten worden sein, um ihn zu töten. Er aber segnete ihn und konnte ihn unbeschadet trinken.
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