Gelungenes Wirtshaussingen im vollen Schenk-Saal
In die Tiefen der Volksmusik

Erwin Rühr mit dem Akkordeon und Emil Habermann, Klarinette und Saxofon, legten den Grundstein für einen erfolgreiche Abend. Bild: eb

Michelfeld. Volkslieder sagen viel aus über die Menschen eines Landes, über ihr Denken und Fühlen, ihr Tun und Lassen, ihr Lieben und Handeln. So gab es beim Wirtshaussingen der Floriansänger wieder einen vollen Saal, und Oberpfälzer wie auch Franken ließen gemeinsam ihre Stimmen erklingen. Gesellige, Liebes-, Scherz- und Spottlieder waren die Hits des Abends.

Damit die Gäste sich die Lieder aussuchen und die Texte auch mitsingen konnten, verteilten die Floriansänger neue Mappen mit 74 Liedtiteln. So war die Auswahl groß, und die beim Publikum beliebtesten Texte und Melodien bestimmten den gemütlichen Abend.

Klasse Musiker


Den Auftakt dazu gaben die beiden Vollblutmusiker Erwin Rühr mit seinem Akkordeon und Emil Habermann, der mit Klarinette und Saxofon unterhielt. Die beiden Musikanten spielen sämtliches Liedgut natürlich ohne Noten. Eine kurze Absprache, und schon erklangen die perfekten Töne. Ganz nach dem Wunsch der sangeslustigen Besucher.

Humorige Schwänke


Nach der Frage, "Was wollt ihr singen?" erhoben sich die Zeigefinger wie in der Schule, um die Liednummern bekannt zugeben. Dabei amüsierten sich die Besucher durch alle Tiefen und Untiefen der oberpfälzischen und fränkischen Volksmusik.

Zu den humorigen Schwänken zählte auch der Bänkelsang "Sauerkraut und Buttermilch und neigebackne Labla, soll ich den a Wittfraa heiern, es gibt su scheene Madla."

Besungen wurde auch das Wirtshausleben zum Beispiel beim Gingerlwirt, wo die Boder, Schneidersgselln und Vagabunden einkehren. Bei den Liebesliedern konnte man den Austausch von zärtlichen Blicken bewundern, und das Bergmannslied "Glückauf, der Steiger kommt" erzählte vom oft harten Leben unter Tage. Gesungen wurden auch einige Schlager wie zum Beispiel "Die Capri-Fischer."

Nicht fehlen durfte auch das neue Michelfelder Heimatlied aus der Feder von Hans Thiem, des Vorsitzenden der Floriansänger.

Als Dankeschön für den Abend, der von den Besuchern mitgestaltet wurde, trug er im Sologesang mit weicher Männerstimme das Lied "Es dunkelt schon in der Heide" vor.
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