Starkes Frühjahrskonzert der Knabenkapelle in der Helmut-Ott-Halle
Grenzenloser Musikgenuss

Zur Hochform liefen die Musiker der Knabenkapelle unter Leitung von Ludwig Riedhammer beim Frühjahrskonzert in der Helmut-Ott-Halle auf.
 
Konzentriert und versiert zeigten die Musiker ihr Können. Das Publikum forderte einige Zugaben.

"Musik ohne Grenzen", die man im Gegensatz dazu im vereinten Europa wieder aufbauen will, konnten die Zuhörer beim Frühjahrskonzert der Knabenkapelle in der Helmut-Ott-Turnhalle erleben. Eine "Super-Leistung", waren sich die vielen Zuhörer einig, liefen doch die 54 Musiker unter Leitung von Ludwig Riedhammer zur Hochform auf. Sie wurden erst nach Zugaben im Anschluss an das rund zweieinhalbstündige Programm entlassen.

Furioser Auftakt


Ohne ihren Instrumenten einen Ton entlockt zu haben, gab es für sie schon Vorschusslorbeeren beim Einzug unter ihrem Schlachtruf in der zum Konzertsaal umfunktionierten Sporthalle. Mit der Komposition "Das Waschweib" von Alexander Reuber, veredelt durch eine Soloeinlage von Larissa Trautner, sorgte das Orchester gleich für einen furiosen Auftakt. Damit und mit dem "Titanic Medley" wird die Knabenkapelle beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes im Juni antreten. Der musikalische Vortrag aus dem Jahrhundertfilm ging unter die Haut. "The Magnificent Seven" mit einigen Titeln aus dem bekannten Western "Die glorreichen Sieben" forderte als längstes Stück (14 Minuten) den Musikern alles ab. "Titanic Medley", "Silberfäden", "Swanee River's Other Side" und "Children of Sanchez" führten die Instrumentalisten von Höhepunkt zu Höhepunkt. Seine helle Freude hätte der legendäre Jazzmusiker und Komponist Glenn Miller bei der Interpretation des "Glenn Miller Medleys" sicher am Sound der Instrumentalisten gefunden. Mit der Arie "O Mio Babbino Caro" von Gianni Schicchi (Giacomo Puccini) wagte sich die Knabenkapelle erstmals an das Metier Oper und schaffte diese Uraufführung mit Bravour. "Auch hier sind keine Grenzen gesetzt", machte 1. Vorsitzender Elmar Hamerla deutlich. Er führte als routinierter Moderator durch das Programm und konnte eingangs auch viele Gäste begrüßen. Er machte sich stark dafür: "Musik hat keine Grenzen und braucht keine Grenzen, Musik alleine ist eine Weltsprache und braucht nicht übersetzt werden." Mit "Trompetensterne", "Auf der Vogelwiese" und "Birdland" fand das Konzert seinen Abschluss. Der Dank des Vorsitzenden galt auch den Gastmusikern Markus Speckner, Catherine Winter und Matthias Nuß.

Verabschiedung"Was ist Musik?", hinterfragte 3. Bürgermeister Norbert Gradl, der zusammen mit Bürgermeistern aus den umliegenden Gemeinden begrüßt wurde, in seinen Grußworten. Die Weltsprache Musik kenne keine Grenzen und sei gerade derzeit, in der doch erhebliche Vorbehalte gegenüber anderen Kulturen laut werden, umso wichtiger. Gradls Dank ging an Ludwig Riedhammer und Elmar Hamerla. Dieser dankte den Sponsoren für viele Spenden. Die für den Konzertabend geplante Ehrung von Musikern mit dem Bronzeabzeichen musste verschoben werden, nachdem die Bestätigung des Nordbayerischen Musikbundes noch aussteht. Verabschiedet wurde Rolf Renner, der von 2005 bis 2015 mit seiner Tuba in 300 Einsätzen den Klangkörper verstärkte. Sein Studium lässt ein aktives Musizieren nicht mehr zu. Der Musiker unterzog sich erfolgreich der D1- und D2-Prüfung und war Mitglied des Brass-Ensembles der Knabenkapelle "Blechgstaiadn". Für Sofia Hofmann (Es-Alt-Saxofon) die ebenfalls ausscheidet und verhindert war, wird die Verabschiedung beim Neumühlfest nachgeholt.
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