Freundschaft die Basis für alles

Vier Gründungsmitglieder zeichnete der Rotary-Club Auerbach bei seiner 40-Jahr-Feier aus. Von links Governor Xaver Merl, Past-Rotary-International-Direktor Holger Knaack, Vinzenz Dachauer, Johannes Bollmann, Alfons Ruder, Richard Schrott und Präsident Hans Renner. Bild: cs

Humanitäre Aufgaben, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben hat sich Rotary International auf die Fahnen geschrieben. Diese Ziele verfolgt ein Auerbacher Club seit 40 Jahren vor Ort. Treibstoff für seine Gründung lieferte die Ölkrise.

Das Wort "Freundschaft" zog sich bei der 40-Jahr-Feier des Rotary-Clubs Auerbach wie ein roter Faden durch den Abend. Rotarier aus der Region und darüber hinaus hatten sich dazu versammelt. Dazu gesellten sich politische Vertreter der benachbarten Kommunen Eschenbach, Vilseck und Königstein sowie Asylbewerber Abdi, der bereits Hilfe erfahren hat.

Unter das Motto "Freundschaft fördern und mit Freude helfen" stellte Hans Renner sein Präsidentenjahr, das er im Juli angetreten hat. Im Bergbaumuseum auf Maffei blendete er auf den 10. Mai 1975 zurück, als der damalige Governor die Charterurkunde überbrachte.

Aktuell 42 Mitglieder

Mit seinen derzeit 42 Freunden bescheinigte Xaver Merl, Governor, des Distrikts 1880, dem Rotary-Club eine zufriedenstellende Mitgliederentwicklung. Er gab die Devise aus: "Nicht warten, bis etwas geschieht, sondern dafür sorgen, dass etwas geschieht."

"Der Rotary-Club Auerbach bereichert die Stadt und die Region, auch im gesellschaftlichen Bereich", betonte stellvertretender Landrat Martin Weiß. Angesichts der Sorgen der Menschen durch den Flüchtlingsstrom zeigte er sich überzeugt, dass "von Rotary wichtige und richtige Impulse kommen werden". 2. Bürgermeister Herbert Lehner dankte für das soziale Engagement des Auerbacher Clubs und betonte: "Wir sind besonders stolz, dass er den Namen dieser Stadt führt."

Volker Engelbrecht, Präsident des Charterclubs Amberg, erinnerte an die Gründung von Rotary Auerbach vor dem Hintergrund der Ölkrise 1974: "Um in Zeiten der Benzinknappheit die Anfahrt nach Amberg zu sparen, trieben die Freunde Hausner und Nebe das Vorhaben voran", sagte er und stellte fest: "Das Kind des RC Amberg hat sich prächtig entwickelt." Engelbrecht brachte einen Scheck als Beitrag zum Jubiläum mit.

Paten und Partner

"Eine wunderbare Gruppe Gleichgesinnter feiert ihr 40-jähriges Bestehen", gratulierte Dominik Revertera, Präsident des Patenclubs Rohrbach in Österreich. Er sprach von einer besonderen Inszenierung der Freundschaft unter den Rotariern. Den Partnerclub Plauen vertrat Jochen Hüttner. Für 2016 kündigte er eine Veranstaltung an, um das Band zu Auerbach wieder fester zu schnüren.

Marina Leithenmayr gratulierte als Präsidentin des RC Max Reger Weiden. Mit großer Ehrfurcht schaue man dort auf das, was der Rotary-Club Auerbach in 40 Jahren eingebracht habe. Dass diese Menschlichkeit noch da ist, erfülle mit Stolz.

Past-Rotary-International Direktor Holger Knaack beleuchtete in seinem Festvortrag die Werte von Rotary. Es werden Kontakte geknüpft auf allen Kontinenten, zu allen Kulturen und zu fast allen Berufssparten. Durch Zuschüsse wird beigetragen, "dass es in der Welt ein bisschen besser geht". Ein fröhliches Miteinander und Wirken habe dieser Club in den 40 Jahren praktiziert. Rotary werde mit dem Herzen gelebt. "Freundschaft ist die Basis für alles, was wir machen."

Als eine große Herausforderung angesichts der weltweiten Flüchtlingsströme sah der Festredner das in unterschiedlichen Kulturen herrschende Verständnis von Mann und Frau: "Da ist viel Arbeit zu leisten, um das Ganze auf unser Niveau zu bringen." Dieser Aufgabe wolle sich Rotary nicht entziehen.
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