Handballer des SV 08 Auerbach scheiden im Viertelfinale des DHB-Pokals aus
Hamburg bleibt unerreichbar

Nach zwei eher schwachen Auftritten verabschiedeten sich die Handballer des SV 08 Auerbach am Samstag aus dem DHB-Amateurpokal. In der Allacher Sporthalle gewannen die Oberpfälzer ihr Achtelfinalspiel gegen den Württembergligisten VfL Waiblingen knapp und erst nach Verlängerung mit 30:28 (12:13/24:24), mussten sich im Viertelfinale jedoch dem Vertreter der Baden-Württemberg Oberliga SG Pforzheim/Eutingen klar mit 21:30 (10:15) geschlagen geben.

Es sollte nichts werden mit einem Ausflug nach Hamburg. Die Handballer des SV 08 Auerbach mühten sich, doch am Ende verließen sie mit gesenkten Köpfen das Feld. Angereist mit einer stark dezimierten Truppe - neben dem verletzten Mario Schmidtke fehlte auch Ralph Weiss - aber lautstark unterstützt von mehr als 30 blau-weißen Fans, lagen die Oberpfälzer im ersten Spiel des Tagen schnell mit 1:0 in Führung. Dies sollte jedoch für lange Zeit ihre einzige Führung bleiben, denn das Team um Spielertrainer Tobias Wannenmacher schaffte es nicht, seine Nervosität abzulegen. Fehlwürfe aus aussichtsreichsten Positionen und technische Fehler reihten sich aneinander. Auch Philipp Walzik hatte keinen guten Tag erwischt. Auerbach kam erst kurz vor der Pause auf ein 12:13 heran. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Blau-Weißen. Aus einer aggressiveren Abwehr heraus gelang in der 33. Minute nicht nur der Ausgleich (14:14), sondern 120 Sekunden später sogar eine Zwei-Tore-Führung (16:14). Vor allem Felix Müller hatte sich nun besser auf die Waiblinger Abwehr eingestellt und traf ein ums andere Mal. Ausgeglichen ging das Spiel in die letzten Minuten und die Spannung stieg. Waiblingens Spielertrainer und Spielmacher Valentin Hörer musste nach seiner dritten Zeitstrafe (58.) vom Platz. Philipp Walzik wehrte einen als Heber angelegten Strafwurf und "Luxi" stellte - ebenfalls per Strafwurf - den Endstand von 24:24 her. Obwohl die Durchführungsverordnung ein Siebenmeterwerfen vorsah, wurde eine Verlängerung von zweimal fünf Minuten angepfiffen. Mit 29:28 führend war es dann Philipp Walzik, der mit seinem zweiten gehaltenen Strafwurf die Tür zu einem Sieg öffnete, den Felix Müller mit einem wunderbaren Kempa-Tor wenige Sekunden vor Schluss besiegelte.

Im zweiten Spiel unterlag der Gastgeber TSV Allach 09 dem Oberligisten und Pokalsieger SG Pforzheim/Eutingen vor 300 Zuschauern äußerst knapp mit 22:23.

Im Viertelfinale trafen zwei Oberligisten aufeinander, der Tabellenführer der Bayernliga und der Sechste der Baden-Württemberg-Oberliga. Pforzheims Trainer Alexander Lipps tauschte zwei seiner Spieler aus und brachte im Rückraum mit Pascal Kirchenbauer (18) einen Jugend-Nationalspieler, der im ersten Spiel geschont wurde, weil er am Sonntag ein wichtiges Spiel in der A-Jugend Bundesliga zu bestreiten hat. Auerbach wirkte trotz der längeren Pause von Beginn an erschöpfter als die Badener und kam überhaupt nicht ins Spiel.

Auerbach kämpfte sich bis zur 21. Minute auf 8:11 heran, versagte dann aber wieder an der eigenen Courage und ließ Pforzheim bis zu Pause wieder auf 10:15 davonziehen. Die zweite Hälfte lief in ähnlichen Bahnen mit Ausnahme, dass nun selbst Tobias Wannenmacher einige Fehlpässe unterliefen, die man sonst bei ihm nicht sieht. Sein Team agierte ideenlos und unglücklich gegen eine gut eingestellte 3-2-1-Deckung und zeigte sich harmlos und müde in der eigenen Abwehr. Wannenmachers Fazit: "Keiner hat seine Normalform erreicht. Das war ein gebrauchter Tag."

SV 08 Auerbach (Achtelfinale): Walzik, M. Müller, Tannenberger, Lux (8/2), Wannenmacher (2), Schnödt (1), Herold (2), Schramm (5), F. Müller (7), Wolf (3), Schöttner (2). Viertelfinale: Walzik, M. Müller, Tannenberger (2), Lux (2/2), Wannenmacher (2), Schnödt, Herold, Schramm (2), F. Müller (2), Wolf (8), Schöttner (3).
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