Auerbacher CSU macht sich für Strategiedebatte stark
Gedanken über Betriebsansiedlungen machen

Einen Tag lang zog sich die Auerbacher CSU zur Klausurtagung nach Königstein zurück. Bild: hfz

Geht es nach der CSU, muss die Stadt Auerbach nicht unbedingt die Angel nach dicken Fischen auswerfen. Es lohnt sich auch, kleinere Firmen an Land zu ziehen, denn die können ja noch wachsen, meint Stadtrat Uwe Ditz.

Wie sie ihrem Anspruch "Gut für Auerbach" in Zukunft gerecht werden wollen, besprachen der CSU-Ortsverband, die Frauen-Union und Junge Union in einer ganztägigen Klausur im Gasthof Zur Post in Königstein. Über die Ergebnisse informierten sie in einer Mitteilung an die Presse.

Demnach referierte Kreis- und Stadtrat Eugen Eckert über die Zukunft der Krankenhäuser in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach. Nur ihr Fortbestand erspare der Landkreisbevölkerung lange Anfahrtswegen zu Großkliniken in den Ballungsräumen. "Geld darf nicht allein Entscheidungskriterium sein, auch wenn realwirtschaftliche Bedingungen immer maßgeblicher werden", forderte Eckert.

Gefahrenstelle entschärfen


Kreis- und Stadtrat Helmut Zerreis stellte Pläne zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vor. Er beschäftige sich nicht nur mit überregionalen Verbindungen, sondern auch mit Verbesserungen "im Kleinen". Beispielhaft erwähnt wird die Gefahrenstelle bei Ranna. Hier bemühe sich Zerreis nach seinen Angaben zusammen mit Stefan Egerer und Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz um eine Entschärfung der Lage.

CSU-Geschäftsführerin Helga Trenz thematisierte die Frauen in der Kommunalpolitik, lehnte dabei eine Quotenregelung entschieden ab. Die junge Generation sei hier schon einen Schritt weiter, stehe doch mit Corinna Bader eine junge Frau an der Spitze der JU Auerbach.

Einige Anliegen umgesetzt


Einige Anliegen aus dem Wahlkampf 2014 sah Stadtrat Uwe Ditz schon verwirklicht. Dazu zählten die Sanierung des Friedhofs oder die langjährige Forderung der Frauen-Union nach einem Begrüßungsgeschenk für Neugeborene. Offen seien dagegen noch Themen wie ein gefahrloser Übergang für die Bewohner des Caritasheims und die Hortkinder in der Unteren Vorstadt.

Jeder neue Fachbetrieb erzeugt Zuzug. Auerbach hat als Wohnort einiges zu bieten.Stadtrat Uwe Ditz

Zur Frage nach Betriebsansiedlungen in Auerbach rief Ditz auf, sich bei der Stadt Gedanken über eine Strategie zu machen. Das Industriegebiet Saas sei nach der Vertragsauflösung mit Witron wieder frei überplanbar. Es gehe nicht vordergründig darum, einen oder zwei Großbetriebe zu finden. Vielmehr lohne es sich, kleinen Firmen eine Chance zu geben, die wachsen könnten.

"Riesengroßer Unsinn"


Die These, Neuansiedlungen bereiteten Probleme, weil sie Fachkräfte von anderen Unternehmen abziehen würden, bezeichnete Ditz laut Pressemitteilung als "riesengroßen Unsinn". Er wird dazu wie folgt zitiert: "Jeder neue Fachbetrieb erzeugt Zuzug. Auerbach hat als Wohnort einiges zu bieten."

Der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Siegfried Neukam informierte über den aktuellen Stand bei der Kinder- und Jugendwerkstatt, die er und Peter Koch initiiert hätten. Dieses Thema aus dem Wahlkampf solle weiter vorangetrieben werden. Als nächstes stehe die Gründung eines gemeinnützigen Vereins bevor, für den noch Unterstützer gesucht würden.
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