Aufträge für das Projekt "Boden: ständig" und Generalsanierung des städtischen Kindergartens ...
Firmen unterbieten Kostenplan

Von außen ist am städtischen Kindergarten noch nicht viel zu sehen. Die Kinderkrippe ist neu und geht auch weiterhin ihrem Betrieb nach. Im hinteren Hauptgebäude dagegen sind die Handwerker zu Gange. Die Generalsanierung hat begonnen. Bilder: swt (2)
 
Noch liegt Hagenohe still im herbstlichen Talkessel. Doch das wird sich bald ändern, wenn die ersten Maßnahmen zu "Boden: ständig" beginnen.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat seine Zusage für einen Besuch in Hagenohe zwar wieder zurückgezogen, aber das Projekt "Boden: ständig" schreitet unbeirrt voran. Die Ausschreibung der ersten neun Maßnahmen lief ähnlich erfreulich wie jene für die Sanierung des städtischen Kindergartens.

Für das Projekt "Boden: ständig" in Hagenohe hatten die Teilnehmergemeinschaft und der Stadtrat beschlossen, noch in diesem Jahr die ersten neun Maßnahmen anzupacken.

An der öffentlichen Ausschreibung beteiligten sich zehn Bieter. Der Stadtrat vergab die Maßnahmen in der Sitzung am Mittwoch an die Firma Rädlinger aus Selbitz. Sie machte mit 404 352 Euro den günstigsten Preis und blieb damit um rund 103 000 Euro unter der Kostenberechnung.

Als Pilotprojekt in der Förderkulisse "Boden: ständig" werden die Arbeiten in Hagenohe mit 85 Prozent vom Freistaat Bayern bezuschusst. Für die Stadt bleibt nur ein Eigenanteil von etwa 60 000 Euro übrig.

Vor einem Jahr hat die Teilnehmergemeinschaft "Boden: ständig" Hagenohe das Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz verabschiedet. Nach diversen Informationsveranstaltungen und Ortsbegehungen können nun neun vorgezogene Maßnahmen anlaufen. Für die Teilprojekte haben die betroffenen Grundstückseigentümer ihre Zustimmung bereits erklärt. Die Landschaftsarchitekten Fetsch haben die Detailplanung und die Ausschreibung vorbereitet. In der Septembersitzung hatte der Stadtrat dem bereits zugestimmt. In diesem Zusammenhang. bat der Hagenoher Ortssprecher Martin Schleicher, bei Begehungen vor Ort auch immer die Teilnehmergemeinschaft einzuladen. Der angekündigte Besuch von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner findet übrigens nicht statt.

Kräftig gebaut wird auch im städtischen Kindergarten. Dort läuft derzeit die Generalsanierung. Für die nächsten Gewerke wurden beschränkte Ausschreibungen durchgeführt. Alle Maßnahmen wurden an die Mindestbietenden vergeben.

Die Trockenbauarbeiten übernimmt die CHS Bayreuth GmbH zum Preis von 74 313 Euro (in der Planung mit 77 534 Euro veranschlagt). Fenster und Haustüren liefert die Schreinerei Häusl in Etzelwang für 89 583 Euro (Planung: 107 546 Euro). Gerüstarbeiten wird die Firma Seitz aus Pilsach erledigen und dafür 9159 Euro berechnen (10 890 Euro). Der Auftrag über die Anstrich- und Vollwärmeschutzarbeiten geht an den Malerbetrieb Gravogl in Hirschau für 84 359 Euro (97 585 Euro). Alle Firmen arbeiten also unterhalb der geplanten Kosten.

Aus dem StadtratHelmut Zerreis springt ein

Uwe Ditz ist nicht länger als stellvertretender Verbandsrat im Sparkassenzweckverband tätig. Er trat freiwillig von diesem Posten zurück. Grund ist seine Berufung in die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung eG. Um einen Interessenskonflikt zu vermeiden, bat Ditz um die Entbindung von seinen Aufgaben bei der Sparkasse. Neuer Stellvertreter ist auf Vorschlag der CSU-Fraktion Helmut Zerreis. Er vertritt bei Bedarf Verbandsrat Herbert Appl.

Freisitz-Gebühr einheitlich

Geändert wurde die "Satzung über die Sondernutzung an öffentlichem Verkehrsraum". Hintergrund ist die zunehmende Außengastronomie. Die Neufassung bietet jetzt eine einheitliche Grundlage zur Abrechnung der Nutzungsgebühren. Auch die Gebührensatzung wurde angepasst. Bislang unterschied die Satzung nach der Frage, ob ein Lokal mit seinen Tischen und Stühlen draußen Parkplätze belegt oder nicht. Jetzt spielt das keine Rolle mehr, sondern es gilt ein einheitlicher Quadratmeterpreis von 15 Euro auf dem Freisitz.

Sanierungs-Liste steht

Für den Jahresantrag der Städtebauförderung gaben die Stadträte für die Planungsjahre 2017 bis 2020 grünes Licht. Als größte Brocken sind die Sanierung des Bürgerspitals und des Rathauses zu nennen (wir berichteten). Bis 2020 sollen eventuell auch die Sanierung der Unteren Vorstadt, die Zwingergasse und die Bachgasse in Angriff genommen werden. (swt)
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