Bayerns Landwirtschaftsminister kommt im November in den Auerbacher Stadtteil Hagenohe
Brunner greift zum Spaten

Der Caritasverband hat um die Verlängerung des Pachtvertrages für das Spital gebeten. Bild: swt

Jetzt geht es beim Projekt "Boden-ständig" in Hagenohe ans Eingemachte. Neun der 30 Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Nordosten Auerbachs werden noch in diesem Jahr umgesetzt. Zum Spatenstich hat sich ein prominenter Gast angesagt.

Das stattliche Kostenvolumen von knapp 600 000 Euro hat sich bis ins bayerische Landwirtschaftsministerium herumgesprochen. Sein Chef Helmut Brunner führt im November persönlich den Spatenstich in Hagenohe aus. Ortssprecher Martin Schleicher verkündete das am Mittwochabend in der Stadtratssitzung und griff damit dem Bürgermeister vor. Joachim Neuß nahm es mit Humor.

Die Tagesordnung war schnell abgehandelt. Ein Punkt war die Benutzungs- und Gebührensatzung für den städtischen Kindergarten. Das Nutzungsverhältnis wird wieder öffentlich-rechtlich gemacht; auch um Mehrwertsteuerumlegungen bei den Gebühren für die Eltern zu vermeiden. Das Gremium stimmte einhellig zu. 17 Hände hoben sich dafür, vier Räte waren dieses Mal entschuldigt.

Herbert Appl von der CSU bat darum, zu prüfen, ob längere Öffnungszeiten wie bisher 16.15 Uhr noch zeitgemäß sind. Der Bedarf werde in den Gesprächen mit den Eltern ausgelotet, sagte Bürgermeister Joachim Neuß zu. Die Kindergartenleitung habe hier in den vergangenen zwei Jahren nur wenig Bedarf gesehen. Dies werde aber laufend geprüft, und die Öffnungszeiten seien "nicht zementiert".

Bis Ende März wird der Pachtvertrag zwischen der Spitalstiftung und dem Diözesan-Caritasverband Bamberg verlängert. Grund dafür ist unter anderem, dass noch drei Bewohner verblieben sind. Ihnen will man nicht die Strapazen eines Umzugs in ein anderes Heim zumuten. Sie sollen im Caritasheim St. Hedwig nebenan unterkommen, sobald dort Plätze frei sind. Sollte das schon früher der Fall sein, greife die beschlossene Verlängerung nicht mehr, fügte Bürgermeister Joachim Neuß hinzu.

Auerbach wächst - zumindest von der Fläche her. Nach einer Änderung der Flureinteilung im Bereich Sackdilling wurden die Grenzen mit dem Königsteiner Gebiet angeglichen. 3800 Quadratmeter fallen dabei zusätzlich der Bergstadt zu.

Auf der Tagesordnung stand auch der Dorfplatz in Nitzlbuch. Eine an die Wünsche der Bewohner angepasste Version wurde dem Stadtrat vorgestellt. Die Kosten sind auf etwa 18 000 Euro veranschlagt. Ein Backofen wird vorerst nicht eingeplant, aber ein Platz dafür mit vorbereitet. Eine Versammlung der Bürger von Nitzlbuch soll im Oktober weitere Einzelheiten klären. Dr. Edmund Goß (SPD) bat darum, einen finanziellen Rahmen festzulegen. Aus Gesprächen der Nitzlbucher hatte er herausgehört, dass sie wohl auf einen Backofen verzichten wollen.

Martin Weiß (FW/AA) lobte die Vorgehensweise, Bürger frühzeitig in die Gestaltung ihrer Ortsteile einzubeziehen. Auch hier herrschte bei der Abstimmung Einstimmigkeit. Der öffentliche Teil der ersten Sitzung nach der Sommerpause endete bereits nach 30 Minuten.
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