Bürgerversammlung in Steinamwasser
Ein Bündel an Brennpunkten

Viel Arbeit steht der Stadt Auerbach bevor und noch viel mehr Investitionen, das wurde bei der Bürgerversammlung in Steinamwasser deutlich. Der Stadtweiher und der angrenzende Stadtpark stehen ebenfalls auf der Agenda.

Daten und Fakten hatte Bürgermeister Joachim Neuß bei der Informationsversammlung in Steinamwasser gestern Abend im Gepäck. Sie bezogen sich auf die gesamte Stadtentwicklung.

Steinamwasser. Auch wenn die Veranstaltung eigentlich eine Information für das nördliche Umland war, beispielsweise wie es mit der AS 43 weitergeht oder wie der Breitbandausbau ablaufen soll, waren die Themen doch vielfältiger. "Einige umsetzungsreife Projekte stehen an", so der Rathauschef, auch Großprojekte, wie die Rathaussanierung oder Initiativen im Umland wie der Hochwasserschutz in Michelfeld.

Schulden abgebaut


Neuß sprach von einer guten Einnahmesituation, und einer steigenden Leistungsfähigkeit der Stadt. Auch die Schulden würden kontinuierlich abgebaut. Erstmals konnten 2015 steigende Einwohnerzahlen verbucht werden, dazu trugen auch die 80 Geburten im vergangenen Jahr bei.

Imposant auch die Zahl der Zuzüge in die Bergstadt. Das waren 643 (im Vorjahr 378), also eine Steigerung um fast 50 Prozent. Dagegen blieben die Wegzüge ziemlich konstant mit 337 (Vorjahr 339). "Leicht rückläufig waren Gewerbesteuer und Einkommensteueranteil, die Schlüsselzuweisung dagegen höher als 2014", bilanzierte Neuß.

Große Investitionen stehen für die nächsten Jahre an. So wird das Projekt "boden.ständig" mit 1,7 Millionen Euro zu Buche schlagen, 1,45 Millionen Euro Fördergelder fließen hier. 1,42 Millionen Euro kostet die Generalsanierung des städtischen Kindergartens, hier rechnet die Stadt mit 568 000 Euro an Förderung. Der Breitbandausbau wird mit 900 000 Euro gefördert, gesamt kostet dieser aber 1,23 Millionen Euro. Auf dem Plan steht auch die Gemeindeverbindungsstraße von Gunzendorf nach Penzenreuth mit 1,15 Millionen Euro - 575 000 Euro Fördergelder inklusive. Und nicht zuletzt werden in den Weiterbau des Fuß- und Radweges Weidlwang-Hainbronn 750 000 Euro gepumpt (638 000 Euro Förderung inklusive).

Dem nicht genug, sprach Neuß von einer Menge weiterer Projekte. Neben Sanierung von Rathaus und Friedhof streifte er die Themen Baugebiet Festplatz, die Sanierung des Bürgerspitals, die Michelfelder Straße, die Obere und Untere Vorstadt, den Stadtpark, die Sanierung der Grundschule, einen Parkplatz am Marienkindergarten und die vitale Vorstadt in Auerbach selbst. Für das Umland stehen neben "boden.ständig" und dem dritten Bauabschnitt der Hauptstraße Michelfeld die Sanierung der Dorfplätze in Zogenreuth und Nitzlbuch an. Auch die Ortseinfahrt in Ranna, der Klosterturm und das Feuerwehrhaus in Michelfeld, die Ortsverschönerung in Ohrenbach und die Dorferneuerungen Ranzenthal und Hagenohe stehen auf der Agenda.

Viel zu tun gibt es also für die Kommune in den nächsten Jahren, vor allem auch in Sachen Finanzierung.
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