Der SC Glückauf Auerbach feiert am Wochenende sein 60-jähriges Bestehen
Als erster Gegner kam der Club

Der zweitgrößte Sportverein Auerbachs, der SC Glückauf, feiert am Wochenende sein 60-jähriges Bestehen. Auf dem Sportgelände am Jahnweg hat er Anfang der Woche ein Zelt aufgebaut. Bevor das umfangreiche Programm startet, bleibt noch Zeit für einen geschichtlichen Streifzug.

Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erwachte unter jüngeren Bergleuten der Wunsch nach einem eigenen Sportverein. Am 13. Mai 1956 beriefen die Bergmänner Georg Deinzer, Georg Gradl, Sebastian Kroher, Johann Paulus, Adolf Schnödt und Leonhard Schwaiger die Gründungsversammlung im Gasthof Brauerei Weiß. 57 Teilnehmer trugen sich in die Anwesenheitsliste ein.

Knappe Niederlage


Sie benannten den Verein Sport-Club Glückauf Auerbach, bestimmten schwarz und weiß zu seinen Farben und setzten den Mitgliedsbeitrag auf 55 Pfennig fest. Zum Vorsitzenden wählten sie Georg Gradl.

Sein erstes Spiel bestritt der junge Verein am 22. Juli 1956. Gegen die Amateure des 1. FC Nürnberg unterlagen die Auerbacher knapp mit 3:4. Erfolgreich verlief dagegen die erste Saison in der C-Klasse im Kreis. Glückauf beendete sie als Meister. Auf dem langfristig von der katholischen Kirchenverwaltung gepachteten Sportplatz an der B 85 wurde 1966/67 der Aufstieg in die A-Klasse gefeiert.

In den 70er-Jahren entstand das eigene Sportheim. Mit Unterstützung der U.S. Army, der Maxhütte und der Stadt Auerbach folgte 1980 ein neu gestaltetes Sportgelände.

Nicht zuletzt dank einer boomenden Tennissparte, die im Mai 1984 den Spielbetrieb aufnahm, wuchs der SC Glückauf zwischenzeitlich auf 440 Mitglieder. Immer mehr Frauen und Mädchen schlossen sich an. Um ausreichend Umkleideräume und Duschen zu schaffen, begann ein An- und Umbau des Vereinsheims, der 1993 fertiggestellt wurde.

Tribüne für 350 Gäste


Mit Fußballabteilungsleiter Karl-Heinz Schmid und Spielertrainer Joachim Schmidt schaffte die 1. Mannschaft 2000/2001 den Aufstieg in die Kreisliga. Als dann in der Jahreshauptversammlung die Frage einer Fusion mit dem ASV Auerbach anstand, sprachen sich fast alle Mitglieder dafür aus. Der ASV Auerbach ließ dagegen nicht abstimmen. So kam es nicht zum Zusammenschluss.

Am 15. April 2003 erfolgte die Gründung eines eigenständigen Jugendfördervereins gemeinsam mit dem ASV Auerbach. 2008 war mit dem Aufstieg in die Kreisliga ein Erfolgsjahr. Im gleichen Jahr entstand eine überdachte Tribüne für 350 Zuschauer. Seit 2015 besteht eine Spielgemeinschaft mit Troschenreuth. Allerdings strebt der SC Glückauf wieder eine Selbstständigkeit an.

Fußball und mehr


Fast 40 Jahre engagierte sich Max Belz für den SC Glückauf, davon 16 Jahre als Vorsitzender. 1999 machte er Platz für Franz Popp, der das Spitzenamt zwölf Jahre lang ausübte. Inzwischen führt nun Jürgen Neubauer den Verein.

Neben Fußball werden heute im SC Glückauf als weitere Sportarten Kegeln und Tennis betrieben. Die einst sehr erfolgreiche Tischtennissparte löste sich vor drei Jahren auf.
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