Handball
Großwallstadt eine Nummer zu groß

So hatten sich die Handballer des SV 08 Auerbach das letzte Hinrundenende in der 3. Liga Ost nicht vorgestellt - auch wenn die 18:28-Niederlage beim TV Großwallstadt nicht alle überraschte. Spielertrainer Tobias Wannenmacher schwante schon Tage vorher Böses.

"Mir hat in den einzelnen Trainingseinheiten teilweise der Biss und die richtige Einstellung gefehlt. Möglicherweise ist der eine oder andere meiner Spieler zu sehr mit dem bisher Erreichten zufrieden", sagte Wannenmacher. Der SV 08 Auerbach belegt nach der Niederlage in Großwallstadt mit nun 13:17 Zählern hinter den punktgleichen Teams aus Großwallstadt und Baunatal wieder Rang elf.

Die Auerbacher waren durchaus motiviert, dem Heimsieg gegen Kirchzell auch in der Fremde Zählbares folgen zu lassen. Trotz einiger Fehler und vom Pech geleiteter Abschlüsse, wodurch schnell ein 3:0 für den Gastgeber von der Anzeigentafel leuchtete, ließen sich die Blau-Weißen nicht aus der Ruhe bringen und glichen in der 8. Minute zum 3:3 aus. In der Folgezeit eroberten sich die Blau-Weißen zwar immer wieder Bälle der Gastgeber, konnten diese jedoch im Gegenzug oft nicht verwerten. Mehrere Aluminium-Treffer, aber auch eigene Fehler und vergebene Großchancen zehrten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt an den Nerven der Spieler.


Wir liegen mit 13 Punkten zwar immer noch im Soll, dürfen uns jedoch nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen.Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher


Als dann in der 20. Minute Maximilian Lux trotz Unterzahl die erste Führung für den SV 08 erzielte (7:8), keimte durchaus etwas Hoffnung im Gästelager auf. Doch bis zur Pause (12:10) drehten die Gastgeber die Partie wieder.

Direkt nach dem Seitenwechsel baute Großwallstadt den Vorsprung noch aus - und die Auerbacher schienen das Spiel schon abgehakt zu haben. Ohne Druck im Angriff und ohne die nötige Konsequenz im Abwehrverbund vergaben sie nicht nur immer wieder gute Möglichkeiten, sondern überließen einige Bälle dem TVG, der diese zu schnellen und einfachen Toren nutzte. Niklas Geck und dreimal Florian Eisenträger stellten in der 45. Minute den Spielstand auf ein vorentscheidendes 21:14.

Auch eine Auszeit und ein von Lars Goebel gehaltener Strafwurf konnten die Oberpfälzer nicht mehr aus ihrem mentalen Loch holen. Tobias Wannenmacher gab in den letzten zehn Minuten Nachwuchsspieler David Klima das Vertrauen. Der 17-Jährige zeigte durchaus vielversprechende Ansätze, konnte aber naturgemäß nichts Entscheidendes bewirken. Zuletzt reihte er sich sogar noch in die "Pechliste" mit ein, als er kurz vor Ende die Latte traf. "Wir liegen mit 13 Punkten zwar immer noch im Soll, dürfen uns jedoch nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen", so Wannenmacher. Zum letzten Spiel in diesem Jahr geht es Samstag, 19. Dezember, nach Bad Neustadt.
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