Handball
"Kein Selbstläufer"

Auf dem Weg zum Klassenerhalt wollen sich die Auerbacher (links Felix Müller) auch von Mit-Aufsteiger USV Halle nicht aufhalten lassen. Gewinnen sie ihr vorletztes Heimspiel der Saison, haben sie Platz 13 sicher und damit schon einmal den direkten Abstieg verhindert. Bild: Ziegler

Die Rechnung ist einfach, die Aufgabe scheint leicht: Bei einem Sieg gegen den Vorletzten USV Halle kann Handball-Drittligist SV 08 Auerbach nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Doch Trainer Tobias Wannenmacher warnt.

Im vorletzten Heimspiel in dieser Saison am Samstag, 9. April (18.30 Uhr in der Helmut-Ott-Halle), gegen den bereits als Absteiger aus der 3. Handball-Liga Ost feststehenden USV Halle kommt der SV 08 Auerbach nicht um die Favoritenrolle herum. Eine Rolle, die er bisher selten inne hatte und die ihm in der Vergangenheit nicht immer lag. "Ich denke, wir sind inzwischen so weit gefestigt, dass wir auch mit der Favoritenrolle zurecht kommen", sagt Spielertrainer Tobias Wannenmacher, warnt aber davor, von einem "Pflichtsieg" zu sprechen: "Halle ist zwar bereits sicher abgestiegen, will sich aber mit Anstand aus der Liga verabschieden und wird deshalb in den verbleibenden vier Spielen noch einmal alles geben."

Seine acht Punkte hat der USV zwar alle ausschließlich in Heimspielen geholt, dennoch waren die Gegner keine "Laufkundschaft." Immerhin wurden damals der HSC Bad-Neustadt, der TV Großwallstadt und die SG LVB Leipzig mit Niederlagen nach Hause geschickt. "Ich habe schon mehrmals gesagt, dass das Spiel gegen Halle kein Selbstläufer ist. Auch wenn dort einige wichtige Spieler fehlen, hatten sie am vergangenen Wochenende trotzdem 13, 14 Mann auf der Bank und haben gegen Kirchzell nur relativ knapp mit 29:33 verloren", sagt Wannenmacher.

Die größte Herausforderung für die Auerbacher Defensive wird wohl Pierre Sogalla (25) sein. Der 1,90 Meter große Rechtshänder warf bereits 152 Feldtore und ist meist kaum zu halten. "Er ist einer der besten Rückraumspieler der Liga und wirft aus allen möglichen und unmöglichen Lagen", mahnt Wannenmacher, "wir müssen ihn frühzeitig stören." Daneben legt Wannenmacher sein Augenmerk auf das Spiel am Kreis, wo mit Martin Danowski (22) einer der stärksten Kreisläufer der Staffel agiert. Er erzielte 87 Treffer in 24 Spielen und steht auch in der Abwehr seinen Mann. Mit bisher 30 Strafzeiten und daraus resultierenden fünf Roten Karten dürfte er einer der undankbarsten Gegenspieler für die Angreifer der Liga sein.

Die Blau-Weißen sind also gewarnt. Zumindest plagen die Oberpfälzer keine akuten Verletzungssorgen. Über Rechenbeispiele zu einer eventuellen Abstiegsrelegation oder Planungen für die Zukunft will sich Wannenmacher frühestens nach dem Spiel Gedanken machen. "Momentan zählen nur Punkte und der Klassenerhalt, alles andere würde uns zu sehr von unserem eigentlichen Ziel ablenken. Erst wenn diesbezüglich alles endgültig geklärt ist, werden wir uns mit anderen Dingen beschäftigen."

SV 08 Auerbach: Tor: Bayerschmidt, Goebel. Feld: Tannenberger, Weiss, Neuß, Lux, Laugner, Wannenmacher, Schnödt, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner.
Momentan zählen nur Punkte und der Klassenerhalt, alles andere würde uns zu sehr von unserem eigentlichen Ziel ablenken.Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher zu den Zukunftsplanungen
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