24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Auerbach
Nach Fettbrand in den Pool

Eine Puppe wartete darauf, nach einem Herz-Kreislaufstillstand von der Auerbacher Feuerwehrjugend reanimiert zu werden. Bilder: swt (2)

Brände löschen, Vermisste suchen und eine Person befreien, die unter einem Radlader liegt: So könnte das Tagesprogramm einer Großstadt-Feuerwehr aussehen. Die Auerbacher Jugend absolvierte es in einer 24-Stunden-Übung.

Schwer bepackt mit Rucksack, Schlafsack und Isomatte, traten die Jugendlichen am Gerätehaus an. Den Schulungsraum rüsteten sie mit Feldbetten in ein Nachtlager um, bevor es in den Hof zu einem Kennenlernspiel ging, denn ein Neuling nutzte die Übung zum Einstieg bei der Feuerwehr.

24 Stunden sind eine lange Zeit. Den Spaßfaktor erhöhte angesichts der sommerlichen Temperaturen ein provisorischer Feuerwehrpool mit 3000 Liter Fassungsvermögen. Doch vor dem erfrischenden Bad sollte die Gruppe noch eine Unterrichtsstunde in Sachen Feuerlöscher bekommen.

Sperrige Metallteile


Der als "Fachdozent" angekündigte Markus Held wollte dazu "eine Gasflasche und ein paar sperrige Metallteile" aus dem Auto holen. Letztere entpuppten sich als Firetrainer des Landkreises. Mit ihm lassen sich Brände simulieren, zum Beispiel an einem Elektrogerät oder an einem Topf mit heißem Fett. Die Jugendlichen bekämpften sie mit Feuerlöschern. Dann ging's ab in den Pool.

Eine weitere Trainingseinheit Übung hatte den Umgang mit Niederdruck-Hebekissen und das richtige Unterbauen der anzuhebenden Last zum Inhalt. Gegen halb Zehn am Abend ertönte ein Gong durch das Gerätehaus, der das Signal für eine Einsatzübung gab.

Die Aufgabestellung dabei besagte, drei vermisste Personen auf dem angrenzenden Festplatz zu suchen. Sechs Trupps, jeweils ausgestattet mit zwei Taschenlampen und einem Digitalfunkgerät, schwärmten aus. Die erste Person fanden sie ansprechbar im Gebüsch. Eine Puppe retteten sie von einem Garagendach. Bei der Erstuntersuchung stellte sich heraus, dass sie einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten hatte. Ein klarer Fall: Es musste reanimiert werden - also 30 Mal drücken und zwei Mal beatmen. Die dritte Person wurde im Bereich parkender Autos gefunden.

Person unter Radlader


Kurz nach Mitternacht folgte eine zweite Alarmübung. Auf der Anfahrt erfuhren die Jugendlichen, um was es ging. Das Einsatzstichwort lautete "Person unter Radlader". Vor Ort bauten sie die Beleuchtung auf. Dann hieß es, den Radlader anzuheben, um den Verletzten zu befreien. Nach der Rückkehr ins Feuerwehrhaus kehrte dann endlich Ruhe ein.
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