30 und 40 Dienstjahre bei der Feuerwehr
Zwei Brüder mit Ausdauer

Anerkennung für Jahrzehnte im Dienst sprach die Feuerwehr Zogenreuth zwei Aktiven aus. Ludwig Rupprecht erhielt das goldene Ehrenkreuz für 40 Jahre, sein Bruder Jürgen ist 30 Jahre dabei. Kreisbrandrat Fredi Weiß gratulierte ebenso wie Vorsitzender Georg Roßbacher, Kommandant Thomas Striegel und Bürgermeister Joachim Neuß. Bild: swt
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Auerbach in der Oberpfalz
21.02.2016
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"Bewahrt euch eure Kameradschaft und euren Zusammenhalt. Gerade die kleinen Wehren im Landkreis sind wichtig für die flächendeckende Versorgung im Ernstfall", appellierte Kreisbrandrat Fredi Weiß bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Zogenreuth an die Aktiven in Uniform.

Zogenreuth. 115 Feuerwehren bieten im Landkreis knapp 4800 freiwillige Helfer auf. Das wäre mit Profis nicht zu schaffen, war sich der oberste Feuerwehrmann im Landkreis sicher. Allein die Personalkosten für die nötigen sechs bis sieben Berufsfeuerwehren würden mit 36 Millionen Euro jeden Rahmen sprengen.

Fredi Weiß ehrte Ludwig Rupprecht für 40 Jahre Dienst mit dem goldenen Ehrenkreuz des Freistaats Bayern. Sein Bruder Jürgen erhielt eine Urkunde für 30 Jahre.

Kommandant Thomas Striegel blickte auf das vergangene Jahr zurück. Er führt derzeit 36 aktive Mitglieder, davon vier Anwärter. Für sie waren vier Unterrichte, sechs Übungen und fünf Jugendübungen angesetzt. Fünf Aktive absolvieren derzeit die modulare Truppmannausbildung bei der Standortfeuerwehr Auerbach.

Notstromaggregat ersetzt


Lediglich ein Brandeinsatz, dafür fünf technische Hilfeleistungen und zwei Sicherheitswachen waren zu bewältigen. Striegel dankte der Stadt Auerbach für die Unterstützung, auch bei Anschaffung des neuen Notstromaggregats. Das alte entsprach nicht mehr den Anforderungen. Die Stadt hat diese Geräte bei vier Wehren ersetzt.

Vorsitzender Georg Roßbacher ließ das Vereinsjahr Revue passieren. 64 Mitglieder zähle die Feuerwehr. "Das Grillfest im vergangenen Jahr war ein guter Erfolg. Vor allem der erste Jugendabend schlug ein", blickte er zurück. Dies bestätigte Kassier Christian Diertl, der von 31 Prozent Steigerung beim Nettogewinn des Fests sprach. "Das ist dem Einsatz der Jugend geschuldet." Die Feuerwehr habe im vergangenen Jahr unter anderem ein eigenes Zelt angeschafft.

Kassier gibt Amt ab


Revisor Albert Kraus bestätigte, dass die Kasse einwandfrei geführt worden sei. Der Entlastung stand nichts im Weg. Kassier Christian Diertl legte anschließend sein Amt aus privaten Gründen nieder. Seine Nachfolge tritt der einstimmig gewählte Werner Friedl aus Reichenbach an.

Bürgermeister Joachim Neuß stellte in seinem Grußwort fest: "Die Gemeinschaft in Zogenreuth passt, auch der Nachwuchs steht in den Startlöchern."
Die Gemeinschaft in Zogenreuth passt, auch der Nachwuchs steht in den Startlöchern.Bürgermeister Joachim Neuß


Zahlen aus den Auerbacher FeuerwehrenBürgermeister Joachim Neuß wartete in Zogenreuth mit Zahlen zu den Feuerwehren im Auerbacher Stadtgebiet auf. 724 Mitglieder gehörten den Vereinen an; Dienst leisteten derzeit 353 Aktive und 57 Jugendliche. Sie könnten dabei auf 16 Fahrzeuge zurückgreifen.

Rund 47 000 Euro habe die Stadt 2015 in den Digitalfunk investiert und dazu 35 000 Euro Fördermittel erhalten. 24 000 Euro würden heuer für diesen Zweck ausgegeben; 14 000 Euro kosteten die Notstromaggregate. Ranzenthal bekommt eine neue Tragkraftspritze im Wert von 13 000 Euro, 430 000 Euro kostet ein neues HLF 20-Fahrzeug für die Stützpunktwehr in Auerbach.

"Bei keiner Stadtratssitzung habe ich bisher erlebt, dass Investitionen in die Feuerwehren abgelehnt wurden", betonte Neuß und folgerte: "Die Stadt Auerbach steht hinter den Feuerwehren." (swt)
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