Architektenwettbewerb für untere und obere Vorstadt entschieden
Vorzug für klare und schnörkellose Planung

So stellen sich die Planer von Realgrün den Vorplatz der Spitalkirche nach der Sanierung der unteren Vorstadt vor. Repro: swt

"Eine Kragenweite unter der guten Stube, der Altstadt, sollte die Aufwertung der oberen und unteren Vorstadt schon sein." So umriss Professor Ulrich Holzscheiter aus München die Vorgaben eines Ideenwettbewerbs. 16 Architekten ließen sich dazu etwas einfallen.

Das Preisgericht tagte im Dezember zur Ansicht der eingereichten Vorschläge. Der Münchner Professor erklärte, dass die klare und schnörkellose Planung den Ausschlag für die Arbeit des Büros "Realgrün" aus München gab. Es ließ Elemente wie den neugestalteten Friedhofseingang mit einfließen.

Zubringer zur Altstadt


Untere und Obere Vorstadt fungierten in erster Linie als Zubringer zur Altstadt, sollen aber auch Lebensqualität aufweisen, erläuterte der Professor. Und fügte hinzu: "Mit hochroten Köpfen haben wir den Straßenstatus beider Zufahrten diskutiert. Dabei musste auch der Bürgermeister von manchen Wunschvorstellungen Abschied nehmen."

Mit hochroten Köpfen haben wir den Straßenstatus beider Zufahrten diskutiert. Dabei musste auch der Bürgermeister von manchen Wunschvorstellungen Abschied nehmen.Ulrich Holzscheiter

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt den Wettbewerb ausgelobt, um Vorschläge für die Neugestaltung der Zubringerstraßen zur Altstadt zu bekommen. "Wir können nicht mehr einfach planen und vergeben", stellte Bürgermeister Joachim Neuß klar. Zuerst müssten VOF-Verfahren, Architektenwettbewerb und europaweite Ausschreibungen befriedigt werden. Der Rathauschef hofft auf einen Baubeginn 2017; dann mit der Unteren Vorstadt, die einen wesentlich schlechteren Zustand aufweise.

Seitenhieb für die Berliner


Insgesamt werde die Siegerarbeit als ein schlüssiger und detaillierter Vorschlag mit einem für Auerbach angemessenen, eigenen Charakter gewertet. Auf Platz zwei kam der Entwurf des Architekturbüros Holl-Wieden-Partnerschaft aus Würzburg, Platz drei belegten die Marcel-Adam-Landschaftsarchitekten aus Potsdam (wir berichteten). Einen Seitenhieb hatte der Professor für die Entwürfe aus der Bundeshauptstadt übrig: Sie hätten sich kaum an den Gegebenheiten orientiert und seien wenig realistisch gewesen.

Entwürfe zu sehenZum Preisgericht gehörten neben Bürgermeister Joachim Neuß auch die Stadträte Maria Regn, Bernd Scheller, Herbert Appl und Günther Cermak, sowie Stadtbaumeisterin Margit Ebner. Alle Entwürfe sind an diesem Wochenende jeweils von 14 bis 18 Uhr im ehemaligen Lidl-Markt öffentlich zugänglich. (swt)
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