Auerbacher Austauschschüler besuchen Oswiecim
Neue Freunde unter Nachbarn

Eine ganze Woche lang waren die Auerbacher Mittelschüler mit ihren polnischen Gastgebern unterwegs. In Oswiecim wurden die beiden Gruppen im Rathaus empfangen.

Land, Leute und viel Kultur beeindruckten Auerbacher Schüler beim Austausch im polnischen Oswiecim. Aber auch mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte setzten sich die Besucher äußerst interessiert auseinander.

Auerbach/Oswiecim. Eine ereignisreiche Woche erlebten 15 Mittelschüler in der polnischen Gemeinde Oswiecim (Auschwitz). Der Austausch mit den Schulen in Rajsko und Zaborze, der vom Bayerischen Jugend-ring und vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert wird, hat bereits Tradition. Die erste Begegnung war im Frühjahr 2001.

Besuch in Krakau


Zusammen mit den betreuenden Lehrkräften Renate Schmidt und Gerhard Bruckner ging es in das östliche Nachbarland, wo Partnerschüler und deren Eltern einen freundschaftlichen Empfang mit gemeinsamem Abendessen bereiteten. Die Auerbacher waren in den Gemeindeteilen Rajsko und Zaborze untergebracht. Zum Programm gehörte auch eine Fahrt nach Krakau. Bei herrlichem Spätsommerwetter erkundete die Schülergruppe die Innenstadt mit dem berühmten Tuchmarkt und besuchte ein unterirdisches Museum, in dem es um das Leben der Krakauer im Mittelalter ging. Großartige Eindrücke vermittelte am Nachmittag das Salzbergwerk in Wielicka. "Unter Tage war alles aus Salz, sogar die Fliesen." Die Schüler bestaunten auch unterirdische Kirchen. Das Schloss Pszczyna besuchten die deutschen und polnischen Jugendlichen einen Tag später. Die deutschsprachige Führerin gab einen interessanten Einblick über das prachtvolle Gelände. In der Turnhalle traten die Schüler am Nachmittag in verschiedenen Disziplinen und Spielen gegeneinander an.

Im Rathaus von Oswiecim stand am Folgetag ein Empfang für die Delegation aus der Bergstadt auf dem Tourplan. Danach besichtigte sie das Museum Auschwitz-Birkenau und lernten dort das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte kennen. In Birkenau machten die Baracken und die Überreste der Gaskammern betroffen. Die deutschsprachige Museumsführerin schaffte es, die Schüler mit ihren Berichten zu fesseln.

Einen weiteren Tag starteten die Gäste aus der Oberpfalz, die auf allen Ausflügen von ihren Austauschschülern begleitet wurden, im Klettergarten. Aus fünf Strecken konnten sie sich einen Parcours aussuchen. Nach einem Mittagessen folgten in zwei Gruppen Integrationsspiele, die nur zusammen bewältigt werden konnten. "Dabei hatten wir viel Spaß", berichteten die Schüler.

Gegenbesuch 2017


Zum Abschluss des letzten gemeinsamen Tages bereiteten die polnischen Austauschschüler eine kleine Party in der Schule vor, bei der auch Gastgeschenke überreicht wurden. In den wenigen Tagen hatten sich die Jugendlichen bestens angefreundet.

Der Abschied fiel jedem Teilnehmer am Schüleraustausch - den Gästen und den Gastgebern - schwer. "Wir warten schon gespannt auf den Gegenbesuch unserer polnischen Freunde", sagten die Schüler nach ihrer Rückkehr. Dieser ist für das Frühjahr 2017 geplant.
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