Auerbacher Kinder beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag "Zu Fuß zur schule"
Gehen macht Kopf frei

Plakate machten deutlich, worum es beim Aktionstag ging.

Auf dem Marktplatz wimmelte es nur so vor gelben Luftballons, Warnwesten und fröhlich schnatternden Schulkindern. Dagegen herrschte in den Klassenzimmern der Grundschule gähnende Leere - zumindest eine Zeitlang.

"Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten", hieß das Motto vom 19. bis 30. September. In ganz Deutschland probierten es Kinder aus, wie viel Spaß es machen kann, sich zu bewegen. Die Dr.-Heinrich-Stromer-Grundschule klinkte sich am Freitag in die Aktion ein.

Für das seit zwei Wochen laufende Schuljahr hat sie das Thema "Hauptsache: gesund" ausgewählt. "Wir werden dazu verschiedene Projekte und Aktionen mit den Schulkindern durchführen", kündigte Schulleiterin Gabriele Appl an. Am Freitag ging es damit los.

Zu einem Sternmarsch warteten die Lehrerinnen an mehreren Sammelpunkten auf die Schüler und machten sich mit ihnen zu Fuß auf den Weg zum Marktplatz. Optisches Signal waren Luftballons.

Vom Marktplatz aus brachen die Klassen dann auf zur Schule. Bürgermeister Joachim Neuß begleitete sie. Der Rathauschef empfahl, den Schulweg öfter zu Fuß zurücklegen: "Das macht den Kopf frei und sorgt für frische Luft." Die Klassen hatten auch Plakate gemalt, die auf die Aktion hinwiesen.

Ihr Hintergrund: Viele Eltern bringen ihr Kind mit dem Auto zur Schule, weil sie meinen, das wäre sicherer. Die Wahrheit sieht anders aus: Seit Jahren verunglückten mehr Kinder als Mitfahrer in einem Auto denn als Fußgänger. Auch vor der Auerbacher Grundschule kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Wenn das Kind zu Fuß zur Schule und mittags wieder heimgeht, ist es wacher, aufmerksamer und kann sich besser konzentrieren. Unterwegs trifft es andere Kinder, knüpft Kontakte und trainiert damit Sozialverhalten. Auch die Eltern profitieren, wenn ihr Kind selbstständiger wird: Sie sparen Zeit fürs Bringen und Holen.
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