Bamberger Erzbischof zeichnet drei Gruppen von Ehrenamtlichen aus
Stille und stimmgewaltige Helden

Ende der 1970er-Jahre schien die Gottvaterbergkirche dem Verfall geweiht. Davor retteten sie tatkräftige Helfer, die sie renovierten und weiter instand halten. Dafür ehrt sie heute Erzbischof Ludwig Schick in Bamberg. Bild: swt

Was wäre die Kirche ohne die vielen Ehrenamtlichen, die sich beständig und mit großem Eifer einbringen? Ohne Mesner, Ministranten, den liturgischen Dienst, die Musiker, die Leute, die Kirchen putzen und schmücken, die sich um Kreise für Senioren und alle anderen Altersgruppen kümmern?

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick dürfte eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben, wie schwer es die Kirche ohne diese Dienste hätte, denn die Ehrung der Ehrenamtlichen ist ihm ein jährlich wiederkehrendes Anliegen. Heute um 16 Uhr nimmt er sie im Bistumshaus St. Otto in Bamberg vor. Dabei ehrt er 18 Projekte, darunter drei aus dem Dekanat Auerbach: die Gottvaterbergfreunde Auerbach, den Kinder- und Jugendchor der Pfarrei St. Jakobus aus Thurndorf sowie die Erwachsenenband der Pegnitzer Pfarrei Herz Jesu.

Fenster und Tür kaputt


Nach Informationen von Harry Luck, dem Pressesprecher des Erzbistums, geht der Erzbischof in seiner Laudatio für die Gottvaterbergfreunde auf die Geschichte der Gottvaterbergkirche ein, die lange in einem sehr schlechten Zustand war: "Im Winter 1978/1979 waren die Fenster eingeschlagen, die Türe offen. 1979 wurde festgestellt, dass die Statuen der Mutter Anna, des Christophorus, des Antonius und die schmerzhafte Mutter Gottes gestohlen worden waren."

Doch dann habe sich eine tatkräftige Gruppe von Gläubigen daran gemacht, die Kirche innen und außen grundlegend zu renovieren. Sie erneuerten die Stromversorgung, bauten eine Wasserleitung ein, schafften eine Sitzbankheizung sowie eine neue Lautsprecheranlage an. Außerdem besserten die Gottvaterbergfreunde, wie sie sich nannten, die Kreuzwegstationen zur Kirche aus und erweiterten sie bis 1989 auf 16. Später wurde das Dach erneuert, ein Gerätehaus gebaut und zwei Zelte gekauft, damit das Fest am Dreifaltigkeitssonntag bei jedem Wetter stattfinden kann. "Ohne die Vielzahl der freiwilligen Helfer und der Gönner wäre die Gottvaterbergkirche nicht zu erhalten gewesen", lautet das Fazit des Erzbischofs.

Der Kinder- und Jugendchor der Pfarrei St. Jakobus Thurndorf wurde laut den Daten der Pressestelle auf Initiative von Pater Paul Mietki im Oktober 2004 gegründet. Zurzeit gehören dem Chor unter Leitung von Sonja Schwemmer 22 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 6 und 17 Jahren an. Zwei Mütter begleiten den Chor mit ihren Gitarren, aber auch die Kinder dürfen ihre Instrumente gerne zum Einsatz bringen.

Musik für Gottesdienste


Mit kleinen Anspielen und Liedern bereichern die Kinder und Jugendlichen kontinuierlich Gottesdienste, heißt es im Pressetext. "Höhepunkt ist das alljährliche Krippenspiel in der Kindermette, in dem das Lukasevangelium mit Liedern und Texten alle Jahre neu dargestellt wird." Zum Familiengottesdienst anlässlich des Patroziniums der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Heinersreuth lädt der Chor auch die anderen Kinder-/Jugendchöre des Seelsorgebereichs ein, damit sich die Kinder untereinander kennenlernen und voneinander lernen können.

Die Erwachsenenband der Pfarrei Herz Jesu in Pegnitz ist in den drei Jahren ihres Bestehens von zwei auf 13 Musiker und Sängerinnen angewachsen. Ihr Repertoire umfasst in erster Linie NGL-Lieder, aber auch Musik aus den Bereichen Gospel/Spiritual, Rock und Pop, zudem klassische Kirchenlieder. Monatlich wird ein Familiengottesdienst, der sogenannte LOGO-GD, gestaltet.

Sie arbeiten eher zu Zeiten, wo niemand da ist, aber wir genießen die Früchte ihrer unsichtbaren Arbeit.Erzbischof Ludwig Schick über Frauen und Männer, die ihre Kirche pflegen, putzen und schmücken
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