Bauamt will Oberflächenwasser der B 85 besser reinigen
In die Tiefe gehen

Das Erdreich in bis zu zehn Metern Tiefe erkundet derzeit das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach mit Bohrungen an Grundstücken entlang der B 85. Die Aufnahme entstand am Montag am Rand des Wellucker Waldes. Bild: swt

Verbesserten Wasserschutz entlang der B 85 haben die Bohrungen zum Ziel, die diese Woche an der Bundesstraße zwischen Auerbach und Sackdilling erfolgen. Das soll am Ende durch Regenrückhaltebecken und Versickerungsanlagen für das Oberflächenwasser, das von der Straße abfließt, erreicht werden, "denn einen Vorfluter haben wir dort ja nicht", sagt Bauoberrat Stefan Noll, der am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach die für den Landkreis zuständige Abteilung leitet.

Die Bohrungen, die fünf bis zehn Meter in die Tiefe gehen, liefern laut Noll Daten für Baugrunduntersuchungen. Sie stellen etwa fest, ob sich in den oberen Bodenschichten Dolinen befinden oder ob das Erdreich dort für die Versickerung geeignet ist. Die Ergebnisse fließen dann in die Planungen ein, wie man die B 85 so ertüchtigen kann, "dass sie den Anforderungen des Wasserschutzgebietes noch besser gerecht wird", sagt Noll. Wobei das Staatliche Bauamt dazu nicht verpflichtet sei, da alte Straßen Bestandsschutz genössen.

Die B 85 läuft zwischen Auerbach und Sackdilling am Rand der weiteren Schutzzone des Wasserschutzgebietes Ranna. In dem 7800 Hektar großen Areal gewinnt das Unternehmen N-Ergie Trinkwasser für Nürnberg. Auch die Stadt Auerbach bezieht ihr Wasser aus diesem Gebiet.
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