Besuch im ZEN
Realschüler strampeln sich ab

Kräftig strampelte Laura am Energiefahrrad und brachte damit die Sparlampe zum Leuchten. Die nächsten Schüler stehen schon bei ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer zum "Radlfahr'n" an. Bild: sön

Mit den 62 Fünftklässlern und vier Lehrkräften der Auerbacher Realschule hatte Klimaschutzkoordinatorin Katharina List zum Thema "Klimawandel - Was geht uns das an?" interessierte Zuhörer. Zu sehen gab es auch Einiges.

/Ensdorf. "Wir wollen das gesamte Thema Energie und Klimaschutz behandeln," spannte sie einen weiten Bogen und freute sich über das Hintergrundwissen der Kinder, das ihren Vortrag auch zu einer Diskussionsrunde machte. "Was ist eigentlich das Klima?" und "Wandelt sich das Klima wirklich?", waren die ersten Fragen, die mit den Kindern erarbeitet wurden. Dass durch den erhöhten CO2-Ausstoß die Erderwärmung steige, wussten sie natürlich.

Meeresspiegel steigt


Sie tauchten mit Katharina List tief in deren Ursachen und Folgen ein. So seien bereits weltweit die Auswirkungen des Klimawandels zu sehen. "Das Polareis und auch die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt dadurch an", wussten sie. Schlag auf Schlag kamen die Vorschläge der Kinder, als es hieß: "Es kann doch nicht so weitergehen, was können wir gegen den Klimawandel tun?".

Zur Änderung der Energieproduktion, zur Verminderung der Autoabgase, zum Einsparen von Strom, aber auch zum Einsatz erneuerbarer Energien rieten sie. Sie mussten von Katharina List auch hören, dass sie selbst gefordert sind. Fernseher, Computer vom Netz trennen und das Licht ausschalten, wenn es nicht mehr benötigt wird. Weiterhin riet sie zu Brotzeitdosen statt Alufolien, und ohne Abgase mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren.

Lachen mussten die Kinder, als es hieß "Was haben pupsende Rinder mit der Klimaveränderung zu tun?". Durch Verminderung des Fleischverzehrs könnten oft immense Transportkosten vermieden werden. Für die Energiewende im Landkreis sei der Umstieg auf erneuerbare Energien notwendig, wobei Katharina List betonte: "Am besten ist die Energie, die wir nicht verbrauchen". Kurz hielt sich Geschäftsführer Gerhard Kopf, der das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) mit zwei Filmen vorstellte.

Energie-Fahrrad


Er hob die Unterstützung durch Landkreis, Gemeinde Ensdorf und Sponsoren und der Arbeit des ZEN-Fördervereins hervor. Ohne wirtschaftliches Interesse, unabhängig und produktneutral arbeite das ZEN mit seinen vier Säulen, der Informations- und Beratungsstelle, der Akademie, der ständigen Hausmesse und seinem umfangreichen Netzwerk, sagte Kopf. Dann aber hieß es für die Kinder, bei ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer radeln auf dem Energiefahrrad. Jeder wollte einmal durch kräftiges Strampeln eine Glühbirne und eine Energiesparlampe zum Leuchten bringen.

Dass auch alle eine Rundfahrt durch Ensdorf mit einem der beiden ZEN-Elektroautos absolvierten, war selbstverständlich. Nach einer Besichtigung der Hackschnitzelheizung des Klosters, mit Erklärungen durch Verwaltungsleiter Jürgen Zach gab es ein Mittagessen zur Stärkung.
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