Boulderverein Zugzwang erweitert seine Kletteranlage in der Helmut-Ott-Halle
Es geht steil bergauf

Bouldern verzeichnet in Auerbach einen ungeahnten Zulauf. Bild: swt

171 Mitglieder hat der Boulderverein Zugzwang derzeit, fast 60 mehr als noch vor einem Jahr. Auch wenn seine Mitglieder ihre Trendsportart im Verborgenen unter der Helmut-Ott-Halle ausüben, wird eines immer deutlicher: Die vor zwei Jahren eingeweihte Anlage platzt aus allen Nähten.

Detlef Müller, Vorsitzender des Vereins, erklärt gegenüber der SRZ, dass der Bauhof schon das nötige Grundgerüst für eine Erweiterung der Kletterwand geschaffen hat. Jetzt sind die Mitglieder am Zug, müssen Platten besanden, anbringen, Griffe verschrauben und noch einmal etwa 160 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche schaffen. Auf gut 300 Quadratmetern können die Sportler dann ab Pfingsten loslegen, wenn alles nach Plan läuft. 30 000 Euro investieren die Zugzwangler.

Vor allem sonntags treffen sich bis zu 25 Boulderer in der Halle. "Das ist einfach zu viel", erklärt Müller. Die Mitglieder des Vereins kommen aus Auerbach und der Region. Sie gehen gerne in die kleine, aber feine Halle.

Nur mit dem Hallendienst hat Müller so seine Probleme: 80 Prozent der Dienste werden von zehn Helfern abgedeckt, das sei zu wenig. Aus diesem Grund wird der Verein im Herbst die Hallendienste mit je 25 Euro vergüten. Dafür steigen die Gebühren für eine Jahreskarte für Erwachsene von 80 auf 100 Euro und für Familien von 160 auf 200 Euro. Höhere Ausgaben könnten durch die Hallendienste wieder hereingeholt werden.

Ansonsten sei der Verein gut aufgestellt, wie kürzlich bei der Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Aber mit dem Ausbau seien die Finanzen erst einmal ausgeschöpft. Dann müsse man wieder sparen, vor allem für die im Herbst geplante Lüftung, die in die erweiterte Halle noch eingebaut werden soll. Müller dankte auch der Stadt für die große Unterstützung.
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