Bürgermeister Neuß widerspricht dem Eindruck, für Auerbach werde mehr getan als für das Umland
„Keiner plant strategisch an Ranna vorbei“

Ranna. Öffentlicher Baugrund ist Mangelware in Ranna: So sahen es manche Bewohner, die sich in einer Ortsversammlung zu Wort meldeten. Den Eindruck eines Bürgers - "in Auerbach wird mehr getan als im Umland" - wollte Bürgermeister Joachim Neuß aber nicht stehen lassen: "Keiner plant strategisch an Ranna vorbei." Das gesamte Gemeindegebiet von Auerbach sei immerhin zu 97 Prozent kanalisiert. Dazu kämen Straßenausbau und Ortsverschönerungen.

Eine neue Erfahrung für die Stadt sei, dass selbst nachgeborene Bauernkinder es vorziehen würden, direkt in Auerbach ihr Wohnhaus zu errichten. Man habe die Baugebiete in Ranna geprüft, es gebe auch zahlreiche Grundstücke hier. "Aber alle privat, die nicht verkauft werden", warf Herbert Winter ein. "In Ranna kann kein junger Mensch bauen."

Er äußerte sich überzeugt, dass bei einem entsprechenden Angebot städtischer Grund "ruck-zuck weg wäre", gerade auch wegen der besseren Verkehrsanbindung gegenüber Auerbach. Der Stadt stünden aber im Ortsteil Ranna keinerlei öffentliche Flächen zur Verfügung. "Wir müssten ankaufen", erklärte Stadtbaumeisterin Margit Ebner.

Aus der Sicht von Bürgermeister Neuß entschieden sich manche Bauwerber für Auerbach, auch um die Anschaffung eines weiteren Autos einzusparen. Er räumte ein, dass man sich "einem sehr schwierigen Thema" gegenüber sehe.

Bei den Wortmeldungen kam der Wunsch nach einem Verkehrsspiegel am Übergang zum Rad- und Fußweg zur Magdalenenkapelle. Die Kurve sei schwer einsehbar, und es gebe eine zunehmende Zahl leiser Elektroautos, die der Fußgänger nicht mehr höre. Dem Ruf nach Zebrastreifen hielt der Bürgermeister entgegen, dass Verkehrsbehörden und Polizei von Überwegen ohne Lichtsignal dringend abraten.

Stolperfallen auf Gehsteigen sollten im Bauhof gemeldet werden. "Wir sind auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen", warb der Bürgermeister. Gegen die 20 Meter lange Eisstockbahn, wie sie der Feuerwehr in den Wintermonaten vorschwebt, gab es seitens der Stadt nichts einzuwenden. Auch für die Idee, Ruhebänke im hinteren Ortsbereich zu errichten, zeigte sich die Verwaltung offen.
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