Derzeitiger Kenntnisstand der Polizei
Kein Hinweis auf Anschlag auf Asylbewerber

Das Haus in der Schäfergasse in Michelfeld ist noch nicht wieder bewohnbar. Bild: ll

Michelfeld. Noch nicht gänzlich aufgeklärt ist der Brand in einem von Asylbewerbern bewohnten Haus in Michelfeld am 22. Oktober. Wie Stefan Hartl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf AZ-Anfrage mitteilte, stehen als Ursachen des Feuers vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung im Raum. "Vorsätzlich" würde bedeuten, dass jemand die Textilien, die in dem Technikraum im Erdgeschoss lagen, bewusst angezündet hätte. "Fahrlässig" wäre etwa jemand, der eine Zigarette wegwirft, die noch glimmt und dann einen Brand auslöst. Die Ermittlungen des Staatsschutz-Kommissariats der Amberger Kriminalpolizei sind laut Hartl noch nicht abgeschlossen, da wegen Sprachschwierigkeiten einige der 16 zum Zeitpunkt des Feuers in dem Mehrfamilienhaus gemeldeten Bewohner noch nicht befragt werden konnten. "Es gibt aber bisher keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat", sagt Hartl.

Der Schaden an dem Haus fiel relativ gering aus, es war vor allem verraucht. Die Bewohner, von denen zehn leicht verletzt wurden, konnten bisher aber nicht wieder zurückkehren, erläutert Christine Hollederer, die Pressesprecherin des Landratsamtes. Die Renovierung sei noch nicht abgeschlossen. Man habe sie in anderen Wohnungen untergebracht.
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