Drehleiter der Auerbacher Feuerwehr geht kaputt
"Unfall „stinkt uns gewaltig“"

Bei einer Übung auf einem Michelfelder Firmengelände wurde die neue, rund 600 000 Euro teure Drehleiter samt Fahrzeug derart stark beschädigt, dass die Reparaturkosten in die Hunderttausende gehen könnten. Erste Schätzungen liegen bei einem Betrag zwischen 80 000 und 240 000 Euro. "Das ist so weit gefasst, weil wir es noch nicht wissen", sagt Bürgermeister Joachim Neuß. Genaueres soll morgen ein Gutachter in Karlsruhe klären. Feuerwehrkommandant Sven Zocher möchte sich zu dem Vorfall nicht öffentlich äußer

Die 600 000 Euro teure Drehleiter der Auerbacher Feuerwehr ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und schon kaputt. Was genau bei der Übung auf einem Firmengelände in Michelfeld passierte, muss ein Gutachter in Karlsruhe nun klären. Der Schaden könnte in die Hunderttausende gehen.

"Jeden Tag passieren Unfälle", sagt Bürgermeister Joachim Neuß, wenn er zu dem Vorfall aus der ersten Februarhälfte befragt wird, der bisher landkreisweit zumindest in Feuerwehrkreisen für Gesprächsstoff und Vermutungen gesorgt hat. "Es gibt da nichts zu verheimlichen", lautet die Devise im Rathaus, wo keinerlei Vorwürfe erhoben werden: "Das ist natürlich ärgerlich. Aber das macht ja keiner absichtlich." Dennoch kommt Neuß an seiner aktuellen Gefühlslage nicht vorbei: "Es stinkt uns gewaltig."

Bei einer Übung auf dem Gelände einer Michelfelder Firma war es zu dem Unfall gekommen, der die Drehleiter samt Fahrzeug derart in Mitleidenschaft zog, dass seitdem nichts mehr funktioniert und beides für unbestimmte Zeit nicht genutzt werden kann. Ob es sich um einen technischen Fehler oder einen falschen Handgriff handelte, vermag der Rathauschef nicht zu sagen: "Das ist jetzt ein Fall für die Versicherung." Diese hat mittlerweile entschieden, dass nicht der Gutachter zum defekten Gerät reisen muss, sondern die Drehleiter nach Karlsruhe zur Maschinenbaufirma Rosenbauer transportiert werden darf. Ein Spezialist wird dort den Schaden begutachten, der laut Neuß ersten Schätzungen zufolge weit über 80 000 Euro liegen könnte. Genaueres lasse sich nicht sagen. Dafür gebe es den Gutachter.

Mit der Drehleiter werden sich einige Mitglieder der Auerbacher Wehr mit auf den Weg nach Baden-Württemberg machen, um auf der Rückfahrt ein Ersatzgerät mitnehmen zu können. Wie Neuß am Montag auf Nachfrage mitteilte, kommen pro Monat auf die Stadt Auerbach etwa 2500 Euro an Leihkosten zu.
Das ist natürlich ärgerlich. Aber das macht ja keiner absichtlich.Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß
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