Ehepaar Wagenknecht und Konrad Lindner feiern ihre Eherntage

Vor 60 Jahren sagten Lydia und Josef Wagenknecht in der Mutterhauskirche Ja zueinander. Ihre Töchter Sonja und Vera, Schwiegersohn Alfred und Bürgermeister Joachim Neuß gratulierten. Bild: cs
 
Zum 80. Geburtstag nahm Konrad Lindner (Zweiter von rechts) zahlreiche Glückwünsche entgegen. Mit im Bild Gattin Elfriede, Sohn Werner (rechts), die beiden Töchter Christine und Beate sowie Bürgermeister Joachim Neuß (links). Bild: cs
Beim Kirchweihtanz im Gasthaus Gradl in Nasnitz kreuzten sich einst die Wege von Lydia und Josef Wagenknecht . Vor 60 Jahren gaben sie sich das Jawort in der Mutterhauskirche. Am Donnerstag feierten die mittlerweile 82-Jährigen die diamantene Hochzeit.

Geboren im niederschlesischen Fraustadt nahe Glogau, musste Josef Wagenknecht 1945 als Elfjähriger mit den Eltern und zwei Schwestern seine Heimat verlassen. Über die Tschechei wurde die Familie in Militär-Fahrzeugen von den Amerikanern nach Bayern transportiert. In Neudorf bei Pegnitz war für ihn zunächst Endstation.

Er erlernte erst den Beruf des Kfz-Mechanikers und arbeitete spätet in der KSB, im Bergwerk und im Auerbacher Unternehmen Cherry, nachdem er der Liebe wegen in die Oberpfalz gewechselt war. Inzwischen lebt er schon mehr als 40 Jahre in der Bergstadt.

Erst 1954 gelangte seine bei Karlsbad mit sechs Geschwistern aufgewachsene Ehefrau Lydia nach Pegnitz. Nach der Vertreibung aus ihrer Heimat wurde sie, wie viele ihrer Landsleute, im Viehwaggon in den Raum Erfurt transportiert. Nach einem Besuch bei ihrer Schwester, die bereits hier lebte, kehrte sie nicht mehr nach Thüringen zurück.

Etliche Jahre war sie im Haushalt des früheren Textilgeschäftes Gebhart beschäftigt, später im Bekleidungsbetrieb Groß in Neuhaus. Die Berufstätigkeit gab sie nach der Geburt der beiden Töchter Sonja und Vera auf. Mit ihnen gratulierten auch die beiden Enkel und Schwiegersohn Alfred zum Ehejubiläum.

Bürgermeister Joachim Neuß überbrachte die Glückwünsche der Stadt zusammen mit den obligatorischen Stadttassen. Er stellte die Lebensleistung des gemeinsamen Weges über 60 Jahre als Vorbild heraus.



Auerbach/Zogenreuth. Seinen 80. Geburtstag feierte Konrad Lindner am Donnerstag im Kreis seiner Familie. In Zogenreuth geboren und aufgewachsen, blieb er seiner Heimat treu. Mit sieben Jahren verlor er als jüngstes von vier Kindern die Mutter und wenige Jahre später auch den Vater.

Trotz dieser einschneidenden Erlebnisse bewahrte er sich den Humor und die Freude am Leben bis ins hohe Alter. "Wir haben halt unter uns G'schwistern z'samm g'langt", erklärt er, wie das Leben nach diesen Schickschalsschlägen weiterging. So schaute er sich das Kochen von der älteren Schwester ab. Seinen Beruf als Schuhmacher erlernte er beim Kormann-Schuster in Auerbach, wurde aber nach erfolgreicher Gesellenprüfung nicht übernommen. Schließlich fand er in der Amag in Pegnitz einen Arbeitsplatz und brachte hier über 38 Jahre im Akkord seine Arbeitskraft ein. 1959 schloss er mit Gattin Elfriede , einer gebürtigen Egerländerin, den Bund der Ehe. Die Familie vergrößerte sich um drei Kinder und drei Enkel. Sohn Werner wohnt mit Familie im Elternhaus, das vom Jubilar mit viel Herzblut auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Anwesen errichtet wurde.

Als Gratulant der Stadt überbrachte Bürgermeister Joachim Neuß die Glückwünsche mit einem Gesundheitskörbchen. Die besten Wünsche übersandte aus dem katholischen Pfarramt Dekan Markus Flasinski und der Zentralpräses der Marianischen Männerkongregation, Pater Josef Schwemmer aus Cham. Als langjähriges Mitglied freute sich Konrad Lindner auch über den Besuch einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Zogenreuth.
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