Einsatzbilanz der Auerbacher Feuerwehr für das Jahr 2016
F 16-Absturz hinterlässt Nachwehen

Übungen wie diese auf dem Gelände der Firma Gosselin gehören zum täglichen Brot der Feuerwehr Auerbach. Bild: swt

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach. Nicht alles, was er dabei erlebt hat, ließ Kommandant Sven Zocher am Freitagabend bei der Hauptversammlung kritiklos stehen.

Noch immer beschäftige seine Leute der Absturz einer amerikanischen Militärmaschine des Typs F 16 nahe Creußen. Die Auerbacher hätten mit an vorderster Front gestanden. Für die Kräfte dort bestehe keine Gefahr, habe die Einsatzleitung damals verkündet. "Leider eine Fehlinformation, wie sich später herausstellte. Die Nachwehen haben wir leider immer noch. Sechs Wochen nach dem Einsatz wurde mitgeteilt, dass doch Gefahrstoffe ausgetreten sind", machte sich Zocher Luft.

Die Kommunikation der drei beteiligten Landratsämter und des Militärs habe sehr zu wünschen übrig gelassen. Nicht einmal die Unfallmeldungen oder die Nachuntersuchungen seien einheitlich koordiniert worden. "Mir ist wohl bewusst, dass der Deckmantel des Schweigens vom Militär aus ging", fügte er hinzu

Einzig und allein den Verantwortlichen der Feuerwehr im Landkreis um Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Peter Deiml sowie der Stadtverwaltung Auerbach schrieb es der Kommandant zu, "dass wir weitere Infos erhielten und unsere Einsatzkräfte durch Arbeitsmediziner fachgerecht untersuchen lassen konnten." Vor einer Woche mit sei ein zweiter Bluttest im Feuerwehrhaus gelaufen.

88 Aktive zählte die Feuerwehr zum Jahreswechsel. Vier Neuzugänge und zwei Austritte seien zu verzeichnen gewesen. Insgesamt verbrachte die Truppe bei 90 Schulungsveranstaltungen 4002 Stunden in der Aus- und Weiterbildung. 456 Stunden entfielen allein auf den Bereich Atem- und Chemieschutz.

2015 fuhr die Auerbacher Feuerwehr 110 Einsätze mit 2417 Stunden. Darunter acht Brände, 58 technische Hilfeleistungen und Sicherheitswachen. "Das bedeutet insgesamt 6419 Einsatz- und Übungsstunden 2015 für die Sicherheit", bilanzierte Kommandant Zocher.

In vollem Gange ist die Ersatzbeschaffung für das alte Löschgruppenfahrzeug aus dem Baujahr 1976. Der Stadtrat gab in seiner letzten Sitzung des Jahres 2015 grünes Licht für das neue HLF 20. Damit konnte die Bestellung abgegeben werden.
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