Eröffnung des Geh- und Radwegs von Weidlwang nach Hainbronn
Daumen hoch für den Radweg

Eine Abordnung des ADFC Pegnitz testete gleich den neu eröffneten Radweg zwischen Weidlwang und Hainbronn. Daumen hoch gab es dafür (von links) von Bürgermeister Joachim Neuß, dem Bayreuther Landrat Hermann Hübner, stellvertretendem Landrat Martin Weiß und dem Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab. Bilder: swt (2)
 
"Selten habe ich erlebt, dass die zuständigen Gemeinden und Behörden so gut zusammengearbeitet haben." Zitat: Baudirektor Hans Peter Jander von der Regierung Oberfranken

"Dies ist kein hama-scho-immer-g'sagt-Projekt", das die Beteiligten lange auf dem Schirm hatten. Der Geh- und Radweg von Weidlwang nach Hainbronn entstand eher nebenher und problemlos," freute sich Bürgermeister Joachim Neuß über die schnelle Umsetzung des Bauprojektes.

Weidlwang/Pegnitz. Er sei auch auf keinem Wahlprogramm gestanden, und vielleicht gerade deshalb so schnell umgesetzt worden, scherzte sein Pegnitzer Amtskollege Uwe Raab. Beide begrüßten bei der offiziellen Inbetriebnahme eine große Schar Gäste der beteiligten Behörden und Firmen. 81 Prozent Förderung für ein Projekt, das in reibungsloser und guter Zusammenarbeit seinesgleichen sucht. Mit rund 1,2 Millionen Euro werden die Gesamtkosten von 1,53 Millionen Euro unterstützt, diese freudige Nachricht hatte ganz aktuell Baudirektor Hans-Peter Jander von der Regierung Oberfranken im Gepäck. Das Zusageschreiben von Innenminister Hermann sei auf dem Postweg, in der Onlinedatenbank habe er am Morgen aber die Zusage vom 9. November schon gelesen.

"Selten habe ich erlebt, dass die zuständigen Gemeinden und Behörden so gut zusammengearbeitet haben." Er überbrachte auch offiziell die Grüße der Regierung der Oberpfalz.

Anschluss gelungen


Der Radweg von Weidlwang nach Hainbronn wurde gestern in einem feierlichen Akt offiziell eröffnet und gesegnet. Damit ist ein radfahrtechnischer Anschluss zwischen Auerbach und Pegnitz gelungen. Eine Abordnung des ADFC Pegnitz testete gleich die Strecke und bescheinigte, dass diese schon sehr gut angenommen werde.

Im Januar 2013 hatten sich die Städte Pegnitz und Auerbach das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit auf der Staatsstraße 2162 zwischen Weidlwang und Hainbronn zu verbessern. Schon sechs Wochen später konnte im Gespräch mit den beteiligten Bauämtern aus Bayreuth und Amberg fixiert werden, dass durch den Bau eines Geh- und Radweges in der Sonderbaulast der Kommunen dieses Ziel erreicht werden kann. Zu diesem Zeitpunkt plante die Stadt Auerbach bereits den Radweg zwischen Nasnitz und Weidlwang, die Weiterführung nach Hainbronn schloss sich an.

Alle zuständigen Ämter wurden an einen Tisch gebeten und das Projekt besprochen. Im Sommer 2014 stimmten die Stadträte von Auerbach und Pegnitz einer Vorentwurfsplanung durch das Ingenieurbüro Baur Consult zu.

2014 wurde ein Förderantrag gestellt. 60 Prozent des Weges liegen auf Pegnitzer Seite, so übernahm die Kommune diese Aufgabe und stellte den Antrag bei der zuständigen Behörde in Bayreuth, nachdem wiederum beide Stadtratsforen diesem Unterfangen mittels einer Projektvereinbarung zugestimmt hatten.

An Felsen und Wasser


Spatenstich war im April 2016, gestern, bei bestem Herbstwetter konnte der Radweg seiner Bestimmung übergeben werden. Thomas Miertschischk, evangelischer Pfarrer aus Pegnitz, und sein katholischer Kollege Dekan Marek Flasinski segneten den Weg. Bürgermeister Joachim Neuß dankte allen beteiligten Firmen und Behörden für die schnelle und reibungslose Abwicklung. Trotz der Mehrkosten für eine Querungshilfe, eine Mittelinsel, wurde der Bau zügig vorangetrieben. Der Geh- und Radweg ist 2468 Meter lang und 2,5 Meter breit. Er führt durch die Pegnitz-auen, teilweise entlang der Eisenbahnstrecke, und schlängelt sich idyllisch an Felsen und Wasser vorbei. Eine Abordnung des ADFC Pegnitz testete gleich die Strecke und war per Bike angereist. Sabine Gaston, Deutschfranzösin aus Auerbach, begeisterte Radfahrerin, wohnte der Veranstaltung ebenso bei. Die junge Frau möchte in Auerbach gerne einen Zweig des ADFC gründen und hat schon eine geführte Radwanderung nach Pegnitz angeboten, die sehr gut angenommen wurde.

Stellvertretender Landrat Martin Weiß überbrachte die Grüße von Richard Reisinger und freute sich über die Aufwertung der Region, ebenso wie sein Bayreuther Kollege, Landrat Hermann Hübner.

Selten habe ich erlebt, dass die zuständigen Gemeinden und Behörden so gut zusammengearbeitet haben.Baudirektor Hans Peter Jander von der Regierung Oberfranken
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