Erster Hinweis nach dem Kuhstall-Einbruch in Welluck
Kamen die Tierschänder im Kastenwagen?

Welluck. Wie Polizeisprecher Michael Kraus am Montag mitteilte, sei einem Zeugen in der Nacht auf den Silvestertag ein „weißer oder silberfarbener Kastenwagen oder VW-Bus älteren Baujahres“ aufgefallen. Das Fahrzeug sei gegen 4 Uhr von dem Stall an der Straße zwischen Welluck und Sand weggefahren.

Wie berichtet, waren in dieser Nacht unbekannte Täter in den Laufstall der Familie Lindner eingedrungen, haben einer trächtige Kuh ein etwa fünf Meter langes Stromkabel umgebunden und sie damit aus dem Stall geführt. Viel schlimmer noch: Hinter dem Gebäude töteten die Eindringlinge ein Kalb. Aus dem hinteren, linken Lauf schnitten sie Fleischstücke heraus. Die Landwirtsfamilie zeigte sich entsetzt. Bauer Lindner geht davon aus, dass auch die Kuh an Ort und Stelle hätte geschlachtet werden sollen. Offenbar riss sich das Tier aber los. Das Aktivitätenprotokoll des Stall-Computers verzeichnete am 31. Dezember gegen 3 Uhr Unruhe im Stall. Möglicherweise war das die Tatzeit. Die Polizei hatte noch an Silvester an mögliche Zeugen appelliert, sich zu melden. „Wir haben den Tatort natürlich genau abgesucht. Aber außer dem abgeschnittenen Stromkabel war da nicht viel“, sagte der Leiter der Auerbacher Polizeiinspektion, Karlheinz Escher.

Die Ermittlungen gehen weiter. Auch bezüglich des verdächtigen Fahrzeugs. Vielleicht hat jemand das Auto schon früher einmal bemerkt. „Jede noch so unbedeutend erscheinende Kleinigkeit ist wichtig.“ Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 09643/92040 entgegen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.