Feuerwehren als Straßenkehrer und Schaum-Löscher im Einsatz
Ölspur sechs Kilometer lang

Ein ordentliches Schaumbad gab es zum Schluss der Löschaktion für die Garage und das Auto, das sie beherbergte. Bild: swt

Neuhaus/Auerbach. Samstags wird die Straße gekehrt und es gibt ein Schaumbad. Früher war das ein Ritual - am Wochenende wurde es für die Feuerwehren rund um Neuhaus und Auerbach Einsatz-Realität.

Kurz nach 11 Uhr am Samstag wurden die Wehren aus Mosenberg, Ranna und Neuhaus zu einer größeren Ölspur zwischen Mosenberg und Bernheck gerufen. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Verunreinigung über rund sechs Kilometer bis nach Bernheck reichte. Deshalb wurden zusätzlich die Feuerwehren aus Ottenhof/Bernheck und Plech alarmiert.

Über 50 ehrenamtliche Kräfte aus drei Landkreisen schritten dann mit Ölbinder und Besen zur Tat. Per Hand zusammenkehren, das wäre allerdings auf einer Strecke von sechs Kilometern ein unverhältnismäßiger Aufwand gewesen. Also beauftragte man in Absprache mit dem Neuhauser Bürgermeister Josef Springer eine Fachfirma, die mit einer Kehrmaschine anrückte.

Neben der 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Plech, Renate Pickelmann, war auch ein Vertreter der N-Ergie vor Ort, weil die Gemeindeverbindungsstraße das Wasserschutzgebiet durchzieht. Der Fachberater konnte keine Gefährdung für die Wassergewinnung erkennen. Verursacht hatte die kilometerlange Ölspur ein Fahrzeug aus dem Landkreis Bayreuth. Es stand samt Fahrer am Ortseingang von Mosenberg und kam nicht mehr weiter.

Nach der etwa dreistündigen Säuberungsaktion folgte am Abend um 20.22 Uhr Feueralarm für die Feuerwehren Neuhaus und Auerbach. In der Neuhauser Burgstraße stand eine Garage mit Pkw in Vollbrand. Die Eigentümer waren nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach, doch setzten Nachbarn den Notruf ab. Mit zwei C-Rohren war das Feuer innerhalb von zehn Minuten unter Kontrolle gebracht. Die Auerbacher - aufgrund der Drehleiter grundsätzlich im Alarmplan dabei - unterstützten mit Atemschutzträgern und ihrem Löschfahrzeug die Franken.

Die Löschwasserversorgung hatte ihre Tücken, die aber von den Wehren gemeinschaftlich gemeistert wurden. Nach 25 Minuten hieß es "Feuer aus - Nachlöscharbeiten". Mit Wärmebildkameras wurde die Einsatzstelle nochmals kontrolliert, Dachüberhänge geöffnet und mit Schaum die Garage und der Pkw "gebadet". Die in Krottensee bereitstehende Feuerwehr musste ebenso wenig eingreifen wie der Rettungsdienst, der mit Notarzt, drei Rettungswagen von ASB und BRK aus Velden, Schnaittach und Hersbruck sowie als Helfer vor Ort zur Verfügung stand. Die Brandursache ist unklar.
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