Filtrationsanlage in Ranna geht offiziell in Betrieb
Zehn Millionen Euro für sauberes Wasser

Nürnberg bekommt sein Trinkwasser zu einem großen Teil aus Ranna, einem Ortsteil von Auerbach. Hier wird heute der Öffentlichkeit eine neue Filtrationsanlage präsentiert. Bild: swt

Auerbach/Ranna. Nach dreijähriger Bauzeit stärkt die neue Filtrationsanlage seit Anfang Mai 2016 Versorgungssicherheit und Qualität im Wasserwerk Ranna. Vorstandsmitglied Martina Paasch und Jiri Pavlik, Bereichsleiter Wasser bei der N-Ergie-Aktiengesellschaft, stellen diese Anlage heute offiziell vor.

Eine Fernleitung versorgt rund 40 Prozent der Nürnberger Bürger mit Trinkwasser aus Ranna. Es sprudelt aus der Haselhofquelle, der Kohlmesser- und der Seizer-Quelle. Eine Zuleitung führt vom Übergabeschacht zur Aufbereitungsanlage. Die beiden letzteren Quellen waren wegen nachgewiesener Schadstoffe einige Zeit nicht mehr an die Wasserversorgung angeschlossen. Durch die Aufbereitungsanlage ist das jetzt wieder möglich. Ihren Probebetrieb hat sie im Frühling hinter sich gebracht.

Zunächst durchläuft das Grundwasser aus den Ranna-Quellen Aktivkohle und danach die Ultrafiltration, bevor es als Trinkwasser auf den Weg nach Nürnberg geschickt wird. Über eine Pumpenkammer werden auch die Stadt Auerbach und ihre Ortsteile sowie die Pegnitz-Ortschaften Mosenberg und Ranna versorgt.

Über zehn Millionen Euro hat die N-Ergie Nürnberg in die Umbauarbeiten investiert. Während der Arbeiten wurden auch frühere Dörfer rund um die Wasseranlage wieder ausgegraben, um mit Schadstoffen belasteten Bauschutt zu recyceln. Spezielle Techniken ermöglichen das Reinigen des Abbruchmaterials. Es wurde für Auffüllarbeiten wiederverwendet. Ein Bodengutachter der N-Ergie untersuchte die Schuttberge auf mögliche Verunreinigungen.
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