Fraktionen im Stdatrat sind sich einig: Filetstück wird einer neuen Bestimmung zugeführt
Auf dem Festplatz entsteht ein Wohngebiet

Heiß begehrt sind die geplanten Bauplätze an der Hopfenoher Straße am Festplatz. Zehn Voranfragen hat die Stadt bereits; zwei Reservierungen sind nach dem Artikel in der SRZ bereits eingegangen, bemerkte Bürgermeister Joachim Neuß am Rande der Stadtratssitzung.

Damit scheint die Stadtverwaltung den richtigen Riecher gehabt zu haben, aus dem Festplatz ein Wohngebiet zu machen. 17 Parzellen sollen entstehen. Architekt Rösch aus Gebenbach stellte die Planung in der Stadtratssitzung am Mittwoch vor.

Ab Juli 2017 bebaubar


Ab 1. Juli 2017 könnte die Bebauung möglich sein. Zwischen 80 und 90 Euro Erschließungskosten sind zu leisten. Die Grundstücke haben eine Größe zwischen 600 und 750 Quadratmetern; bis zu zwei Geschosse darf ein Häuschen haben. Geplant sind Wohngruppen zu je vier Einheiten mit einer zentralen Erschließung an einer Stichstraße. Satteldach, Pultdach oder Flachdach sind möglich. Anfragen nimmt die städtische Liegenschaftsabteilung mit Uwe Lindner, 09643/20 31, an.

Von einem Filetstück sprachen die Fraktionen einhellig, das hier einer neuen Bestimmung zugeführt werde. Im Tenor war zu hören, dass die ursprüngliche Nutzung als Festplatz nicht mehr zeitgemäß sei.

Diskussionsbedarf wird es noch geben, wenn es um die Adressen der künftigen Bewohner geht. Die CSU und ihr Fraktionsvorsitzender Herbert Appl stellten klar, dass der Name Franz-Josef-Strauß-Platz nicht hinten runterfallen solle: "Das ist politisch kein guter Stil, hier durch die Hintertüre einen neuen Straßennamen zu vergeben." Die Stichstraßen würden nämlich an die Hopfenoher Straße angeschlossen und so wahrscheinlich auch adresstechnisch umgewandelt werden.

Bürgermeister Joachim Neuß verneinte eine Hintertüre. Er plädierte aber dafür, keinen Bundespolitiker mehr auf diese Art und Weise zu ehren. Dr. Edmund Goß von der SPD dazu: "Wir haben das nicht beantragt, aber es wäre ein positiver Nebeneffekt." Er erntete damit großes Gelächter aller Räte.

Zur Debatte stand auch die Frage, was mit den Bäumen entlang der Straße passiert. Planer Rösch erklärte, dass der Großteil von ihnen stehen bleiben könne. Hier müsse mit dem Landratsamt und der Unteren Naturschutzbehörde gesprochen werden.

Spielplatz nicht enthalten


Wie der Winterdienst in die Stichstraßen geplant sei, wollte Eugen Eckert wissen. Diese seien für Kleinräumfahrzeuge ausgelegt, antwortete der Rathauschef. Das Räumen übernehmen die städtischen Fahrzeuge, aber auch die Anwohner müssten ihrer Räumpflicht nachkommen. Artur Schriml (CSU) fragte an wegen des Spielplatzes in Höhe des Schützenheimes. Er ist in den Planungen nicht enthalten. Bürgermeister Neuß verwies auf den Spielplatztourismus, den viele Familien mit Kleinkindern unternähmen. Oft würden auch in den heimischen Gärten viele Geräte für die Kleinen installiert. Im Stadtgebiet gebe es außerdem weitere Möglichkeiten. Einstimmig wurde die Entwurfsplanung schließlich verabschiedet.

Per Funk ins InternetGute Neuigkeiten gab es für die Bürger in Hagenohe. Sie bekommen nun doch eine schnellere Internetverbindung und zwar per Funk. Da bis zu den Häusern in Ranzenthal Glasfaser verlegt wird und dies nicht mit Kupferleitungen verbunden werden kann, wird in Ranzenthal an der Kapelle ein Sendemast installiert. Dieser funkt in einer Point-to-Point-Funktion zu den Empfängerstationen in Hagenohe, die von der Gurkenhalle aus angepeilt werden sollen. Diese Lösung hat die Beraterfirma vorgeschlagen. Sie schätzt die Kosten dafür zwischen 12 000 und 14 000 Euro ein. Die Funkverbindung läuft über eine Distanz von 1150 Metern und versorgt die Hagenoher mit bis zu 50 mbit Datengeschwindigkeit. (swt)
Das ist politisch kein guter Stil, hier durch die Hintertüre einen neuen Straßennamen zu vergeben.Herbert Appl (CSU) in Sachen Franz-Josef-Strauß-Platz

Michael Streit (FW/AA) forderte die Stadtverwaltung in der Fragestunde auf, zu prüfen, ob Vereine die Helmut-Ott-Halle auch in den Ferien nutzen können. Konkret meinte er die schulfreien Zeiten zu Ostern und Pfingsten, die Allerheiligen- und Faschingswoche sowie die Weihnachtsferien. Bürgermeister Joachim Neuß versprach, die Mehrkosten für die notwendige Reinigung von Duschen und ähnlichem ermitteln zu lassen. Dem fügte er hinzu: "Allerdings brauchen Sie uns nicht auffordern, Sie können uns auch bitten!"

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