"Freue mich auf die Begegnung mit Gott"
Schwester M. Beata Wittmann im Alter von 83 Jahren verstorben

Viele Auerbacher erinnern sich an Schwester Beata Wittmann als gütige und humorvolle, aber auch strenge Lehrerin. Ab 1961 unterrichtete sie an der Realschule und übte von 1984 bis 1996 das Amt der Rektorin aus. Am Montag erlag sie einer schweren Krankheit. Bild: Archiv swt
Die langjährige Rektorin der Auerbacher Realschule, Schwester M. Beata Wittmann , ist am Montag nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstorben. 1957 trat sie in den Orden der Schulschwestern von unserer lieben Frau ein. 1984 übernahm sie die Leitung der Realschule Auerbach.

"Ich weiß, dass da jetzt irgendwo eine Grenze wartet, aber dann ist das Leben ja nicht vorbei. Ich bin neugierig, was Gott noch mit mir vorhat und freue mich auf die Begegnung mit ihm", erzählte sie der SRZ anlässlich ihres 80. Geburtstages im April 2013.

1946 kam sie zusammen mit zwei jüngeren Geschwistern nach Bamberg. Dort traf sie eine Schwester aus Auerbach - ihr erster Kontakt zum Orden. Bei einem Besuch der damaligen Provinzoberin fragte diese dann, ob Beata gerne Lehrerin werden würde. "Das war ein Traum, der für mich bis dahin nicht in der Nähe lag", erinnerte sie sich. Die Oberin bot ihr das Leben im Orden mit der Ausbildung zur Lehrerin an: "Und wenn Du merkst, das geht nicht, dann kannst uns auch wieder verlassen." Doch im Laufe der Zeit wuchs in Beata das Gefühl, das sei der richtige Weg.

Von 1956 an unterrichtete Beata Wittmann an der Volksschule in Kirchenthumbach. 1957 folgte dann der Eintritt in den Orden mit der Einkleidung. Während des Noviziats arbeitete sie an den Schulen in Michelfeld und Auerbach. Dort wurden dann Lehrkräfte an der Realschule. Nach einer entsprechenden Weiterbildung nahm sie diese Aufgabe ab 1961 wahr. Zunächst gab sie die Fächer Wirtschaft und Recht, Buchführung und Religion. 1984 übernahm sie das Amt der Rektorin.

1996 folgte ein Wechsel an die Mädchenrealschule nach Schwandorf. Zwei Jahre später kehrte Schwester Beata nach Auerbach zurück und begann, die Hausaufgabenbetreuung für Realschüler aufzubauen. Noch bis vor kurzem war sie an den Nachmittagen für die Schüler im Haus St. Josef da. Zwischenzeitlich war sie ab 2007 noch in Pfronten als Oberin eingesetzt. 2011 kehrte sie endgültig nach Auerbach zurück.

Beigesetzt wird Schwester Beata Wittmann am Donnerstag, 2. Juni, um 14 Uhr. Anschließend findet in der Mutterhauskirche ein Requiem für sie statt.
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