Frühjahrsversammlung des Imkervereins Auerbach mit Fachvortrag und Terminplanungen
320 Bienenvölker von Ranzenthal bis Ranna

Die Imkerei genießt in der Bevölkerung einen hervorragenden Ruf. Dazu tragen auch Fachvorträge bei, die sich mit den Zukunftsaussichten der Bienenhaltung befassen. In der Frühjahrsversammlung des Imkervereins erörterte Bernard Lang aus Pottenstein aktuelle Entwicklungen und befasste sich mit Belegstellen; den Orten, an denen Völker zur gezielten Zucht von Honigbienen aufgestellt werden.

Der Redner äußerte Bedenken über den Zukauf von Bienen, weil dadurch Faulbrut verschleppt werde. Er empfahl, das Veterinäramt einzuschalten und ein Gesundheitszeugnis zu verlangen. Gefahren für Bienen sah Lang in Virenübertragungen, in der Varroamilbe sowie in armen und ausgeräumten Landschaften. Dringend riet er, als Behandlungsmittel nur zugelassene Produkte auszuwählen, da sich sonst Schadstoffe anreicherten.

Im Auerbacher Verein, dessen Vorsitzender Rudi Schatz ist, betreuen 35 aktive Mitglieder derzeit rund 320 Bienenvölker. "Sie sind in Auerbach gut verteilt, von Ranzenthal bis Ranna. Aktuell leiden die Völker zum Teil unter Futtermangel, bedingt durch das kalte und nasse Frühjahr, oder sie sind schwach", erläuterte Schatz.

Eine erste Durchsicht sei wichtig. Eventuell müsse sie der Imker mit anderen Völkern vereinigen, wenn diese noch gesund sind. Schatz, der sich seit nunmehr 20 Jahren der Imkerei verschrieben hat, stellte auch aus eigenen Erfahrungen fest, dass Hecken und Obstbäume durch die Bestäubung der Bienen mehr und bessere Früchte tragen.

Am Tag der offenen Gartentür in Gunzendorf wird sich der Imkerverein mit einigen Bienenvölkern und Schautafeln präsentieren. Der Vorsitzende bat die Mitglieder, sich an der anfallenden Arbeit zu beteiligen. Schatz regte auch an, wieder einen Stammtisch ins Leben zu rufen. Er trägt sich auch mit dem Gedanken, ein Vereinsbienenhaus einzurichten, um Schulungen durchzuführen. Er hat dafür einen Platz in der Nähe von Reichenbach im Auge, dessen Eigentümer der bayerische Staat ist.

Was die Königinnenzucht betrifft, erhält jedes Mitglied entweder zwei unbegattete oder eine begattete Königin auf Kosten des Vereins. Die Zucht führt Josef Haberberger durch. Auch ist eine Begattung in der Belegstelle Hufeisen möglich.

Mit dem Imkerverein Sulzbach-Rosenberg wollen die Auerbacher Kollegen am Sonntag, 10. Juli, einen Ausflug nach Veitshöchheim starten, wo Fachvorträge warten. Am ersten Septemberwochenende findet dann der Bayerische Imkertag in Erlangen statt.
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